BIM: Know-how und Arbeitsschutz

Johann Augel Bauunternehmung ist mit neuem Bauhoflogistiksystem für den Bauma Innovationspreis 2016 nominiert.

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Baumaschinen und Geräte werden über das Display angefordert und, sofern der anfordernde Mitarbeiter die Zulassung zur Bedienung hat und die Maschine technisch geprüft ist, frei gegeben.

Mit dem neuartigen Konzept Bau(hof) logistik 4.0 ist die Firma Johann Augel für den Bauma Innovationspreis 2016 nominiert. Das neue System basiert auf UMTS und RFID Technologie und nutzt eine Kombination aus physischen Containern, die als Servicestationen und Gerätelager auf Baustellen dienen, und Softwarelösungen, die die Verfügbarkeit und Verwendung von Geräten und Maschinen managen. Das in Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen und Universitäten entwickelte Konzept kontrolliert die Zugangsberechtigung der Mitarbeiter sowie die Auswahl der Maschinen, Geräte und Baumaterialien.

Bauhoflogistik 4.0 sorgt für die Verfügbarkeit sämtlicher Maschinen, Geräte und Baumaterialien auf den Baustellen. Die Lösung ist quasi ein IT-gestützter, mobiler Bauhof, der auch sicherheitsrelevante Arbeitssicherheitsmaßnahmen wie die Mitarbeiterqualifikationen bei der Arbeit mit den unterschiedlichsten Baustoffen und der Nutzung von Maschinen und Geräten kontrolliert. Es bekommen also zum Beispiel nur jene Mitarbeiter Maschinen ausgehändigt, die für die Bedienung der Maschinen entsprechend qualifiziert sind.

Die dafür notwendigen Stammdaten bezieht die Lösung via Cloud. Daten zu den einzelnen Projekten, Mitarbeiter- Informationen insbesondere deren Qualifikationen, und Sachdaten zu Fahrzeugen und Geräten pflegt Augel regelmäßig innerhalb der firmeneigenen IT. „Alle Informationen – von der Führerscheinklasse bis zu den jeweiligen Zulassungen – pflegen wir in unsere IT ein“, so Geschäftsführer Rolf Scharmann. Auch der Zugang zu den Baucontainern und die Verwendung von Baumaschinen und -geräten sowie die Arbeit mit den unterschiedlichen Baumaterialien sind durch das System geregelt.

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Baustelle der Pipeline Kelberg

Wie bei einem Schließfach erkennt die Lösung im Container durch die RFIDChips (die etwa an den Führerscheinen der Mitarbeiter angebracht sind), wer welches Gerät nutzen will und ob dazu die nötige Qualifikation vorhanden ist. Erst dann lassen sich die entsprechenden Türen oder Bolzen, die die Maschine verriegeln, öffnen.

So will das Unternehmen sicherstellen, dass nur Mitarbeitern mit entsprechender Zulassung Zutritt zu beispielsweise einer verseuchten Baustelle gewährt wird. „Mithilfe unseres Bauhoflogistiksystems können wir gewährleisten, dass für sämtliche Aufgaben ein ausreichender Arbeitsschutz und das erforderliche Know-how vorhanden sind.“, so Scharmann. Realisiert hat Johann Augel dieses Bauhoflogistiksystem in Zusammenarbeit mit dem Kirchheimer Unternehmen 2G Konzept und den Hochschulen Darmstadt, Dresden und Wuppertal.

www.augel.de

Bilder: Augel

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