Gute Stimmung bei den Konsumenten

Die aktuellen Kaufkraftkennziffern von Michael Bauer Research weisen eine positive Entwicklung mit deutlichen regionalen Unterschieden auf.

Kaufkraft 2016 in Deutschland. Bild: 2016 Michael Bauer Research GmbH, Nürnberg

Kaufkraft 2016 in Deutschland. Bild: 2016 Michael Bauer Research GmbH, Nürnberg

Die Rahmenbedingungen für den Konsum in Deutschland könnten besser kaum sein: Steigende Reallöhne und gute Arbeitsmarktdaten sorgen für einen Anstieg der nominalen wie der realen Kaufkraft und für gute Stimmung bei den Konsumenten. Günstig für den Konsum wirken sich zudem niedrige Zinsen, eine geringe Inflation und gesunkene Energiepreise aus.

Dementsprechend prognostiziert der Handelsverband Deutschland (HDE) für 2016 eine nominale Umsatzsteigerung im deutschen Einzelhandel von zwei Prozent. Ein kleiner Wermutstropfen trübt die positive Einschätzung: Während im Onlinehandel die Zeichen weiter auf Wachstum stehen, haben in den Innenstädten viele Einzelhändler Rückgänge bei der Kundenfrequenz hinzunehmen. Mit den neuen kleinräumigen Kaufkraftkennziffern, der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft sowie den Zentralitätskennziffern stellt die Michael Bauer Research GmbH aus Nürnberg – für Deutschland aber auch international – differenzierte Plangrößen für Anbieter von Konsum- und Investitionsgütern, den Handel und die Dienstleistungsbranche bereit.

Kaufkraft im Vergleich

Insgesamt gehen die Analysten von einem Anstieg der Kaufkraft in Deutschland um durchschnittlich drei Prozent auf insgesamt etwas über 1,81 Billionen Euro aus, wobei es durchaus regionale Unterschiede gibt. So wird die Kaufkraft in Berlin in diesem Jahr voraussichtlich um 4,3 Prozent steigen, während sich der Zuwachs im Saarland auf 2,1 Prozent beläuft. Stark unterschiedlich fällt auch die Kaufkraft pro Kopf aus: So stehen einem Hamburger Bürger dieses Jahr durchschnittlich über 24.000 Euro zur Verfügung, während die Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt nur rund 18.700 Euro ausgeben können. Auf kommunaler Ebene differenzieren sich die Daten weiter aus: So liegen die Bewohner des Landkreises Starnberg mit über 32.300 Euro Kaufkraft mehr als 10.000 Euro über dem Bundesdurchschnitt von 22.066 Euro. Im Einzelhandel werden die Bundesbürger von diesem Betrag nur 6.485 Euro ausgeben. Im Ländervergleich führt wiederum Hamburg mit einer einzelhandelsrelevanten Kaufkraft von beinahe 7.000 Euro, am Ende der Skala finden sich Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen, die Werte zwischen 5.739 und 5.817 Euro erreichen. In den Gemeinden Grünwald (Bayern) und Königstein/ Taunus (Hessen) können sich die Einzelhändler freuen: Hier steht den Einwohnern ein Shopping-Budget von bis zu 9.600 Euro zur Verfügung.

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„Für sämtliche Unternehmen, deren Umsatz unmittelbar vom Verbrauchereinkommen abhängt, sind die Kaufkraftkennzahlen eine wesentliche Größe für die regionale Planung“, erläutert Geschäftsführer Michael Bauer. Dementsprechend würden die Daten von Konsumgüterherstellern, Einzelhandel, Banken, Versicherungen, Sparkassen und anderen endverbraucherorientierten Dienstleistern nachgefragt und zur Ermittlung regionaler Potenziale für die Vertriebs- und Standortplanung oder das Marketing weltweit genutzt. Auch die Industrie- und Handelskammern greifen seit dem letzten Jahr auf die Daten zu.

Definition

Kaufkraft bezeichnet das verfügbare Einkommen der Bevölkerung einer Region. Bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft werden dagegen nur die Einkommensbestandteile berücksichtigt, die für Ausgaben im Einzelhandel (inklusive Internet- und Versandhandel) zur Verfügung stehen. Das Verhältnis zwischen Einkommen und Ausgaben im Einzelhandel kann aus amtlichen Einkommens- und Verbrauchsstichproben entnommen werden. Mit Hilfe von Regionaldaten zu Einkommensklassen und soziodemografischen Kategorien wird die einzelhandelsrelevante Kaufkraft ermittelt. Alle Kaufkraftkennziffern werden als Prognosewerte für das Jahr ihrer Erhebung ermittelt.

www.mb-research.de