Stadtplansystem als Community

In Zusammenarbeit mit dem von Werbebüro Wolfgang Thaler betriebenen Dienst Stadtplan.de entwickelt das Ingenieurbüro Wenninger ein neues Konzept für Stadtplandienste, bei dem Bürger die Inhalte mitgestalten.

Stadtplan auf dem Smartphone: Bürger sollen nun selbst Infomationen und Tips über ihre Kommune eingeben können. Bild: Ingenieurbüro Wenninger

Stadtplan auf dem Smartphone: Bürger sollen nun selbst Infomationen und Tips über ihre Kommune eingeben können. Bild: Ingenieurbüro Wenninger

Ein Stadtplandienst in Form einer Social Community, so lässt sich das neue Konzept beschreiben, das die Firmen Wenninger aus München und Werbebüro Wolfgang Thaler aus Osterhofen derzeit entwickeln. Thaler betreibt mit www.Stadtplan. de einen Internetdienst, der schon lange vor Erscheinen von Google Maps und Bing Maps auf den Markt kam. Nun soll der Dienst, den bereits weit über 100 Kommunen nutzen, um Social Media Services erweitert werden. Wichtigstes Merkmal: Die enthaltenen Stadtinformationen sollen auf allen möglichen Kanälen und Betriebssystemen (Handy, Tablet, TV und Desktop) interaktiv als Webseite oder via App verbreitet werden. Eine Smartphoneanwendung für eine Mustergemeinde (my-Osterhofen) ist bereits im Google Play Store verfügbar.

Der Grundgedanke dieser Social Community Services ist es, die Attraktivität der Dienste für Gewerbetreibende, die im Wesentlichen das Angebot finanzieren, nochmals zu erhöhen. „Die Wirtschaft bekommt man aber nur ins Boot wenn man auch die Kunden, also die Bürger, proaktiv einbindet“, sagt Helmuth Wenninger, Geschäftsführer des gleichnamigen Ingenieurbüros. Dabei soll der Bürger gewissermaßen als Redakteur fungieren und im Portal individuelle Erfahrungen und Wissen einstellen. Die Zugangskontrolle und Dokumentation der Einträge ist dabei vorhanden, um die Verlässlichkeit der Informationen zu sichern. Anwender müssen zuvor Nutzungsbedingungen bestätigen und dem Informationsaustausch zustimmen.

Aktuell haben Thaler und Wenninger den Schwerpunkt auf Tourismus, ÖPNV und kommunale Diensten gelegt. So werden zur Zeit eine Reihe von neuen Themen und Funktionen eingebaut: etwa Toureninformationen (Wandern, Biken, Reiten etc.), Immobilienangebote, Stellenausschreibungen, Straßen- und Baustellendokumentation, Hochwassergefährdung, Haltestelleninformationen mit Umgebungsplänen, Streumittel- und Grünanlageninformationen oder ein Baumschadenskataster.

„Funktional erlaubt ein solches Portal einiges mehr als ein üblicher Stadtplan“, ist Wenninger überzeugt. Das Portal ermöglicht die Handyvermessung mit GPS-Unterstützung, den Start der Navigation zu einem POI, einen WebCAM Viewer, die Bearbeitung von Einträgen, das Messen von Entfernungen und Flächen, den Versand von Nachrichten an bestimmte Nutzergruppen oder das Verteilen von Tickernews. Das System ist so angelegt, dass es beliebig erweitert werden kann und auf Knopfdruck neue Themen hinzugefügt werden können.

So sollen auch die Kommunen neue Möglichkeiten mit einem Stadtplandienst geschaffen werden. Dazu gehört, dass der Stadtplandienst die Planung von Veranstaltungen unterstützt, Anfahrtswege interaktiv kommuniziert, Kurznachrichten über einen Ticker versendet oder auch rechtliche Vorgaben, wie zum Beispiel bei Bebauungs- und Flächennutzungsplänen, interaktiv zur Diskussion bringt.

Ebenso sieht Wenninger darin die Option, ein Notfallmanagement zu unterstützen oder beispielsweise bei Naturkatastrophen räumlich strukturierte Warnungen abzugeben. „Kommunen haben sogar die Möglichkeit, Bestandsdaten, also beispielsweise Leitungsnetz, Grundstückskataster oder Gewerbeflächen, interaktiv zu verwalten“, erklärt der Firmengründer.

www.Stadtplan.de
www.wenninger.de