Standortmarketing: Wie ortsbezogene Nutzerdaten den Tourismus unterst├╝tzen

Auch die Tourismusbranche folgt dem Trend zur Digitalisierung. Nun hat das deutsche Start-Up Unternehmen MapCase Media GmbH eine L├Âsung auf dem Markt gebracht, die das Verhalten von internet-affinen Sportlern in Echtzeit analysiert. Die ortsbezogenen Analysen werden dann wiederum dem Tourismus und anderen Marketing-Spezialisten zur Verf├╝gung gestellt.

Eine Heatmap zeigt die statistischen Aufenthaltsorte der App-Nutzer. Die Tableau-Software wertet dabei gro├če Datenmengen (Big Data) in Echtzeit aus. Bild: MapCase

Eine Heatmap zeigt die statistischen Aufenthaltsorte der App-Nutzer. Die Tableau-Software wertet dabei gro├če Datenmengen (Big Data) in Echtzeit aus. Bild: MapCase

MapCase nutzt die GPS-basierten Echtzeit-Interkationen von derzeit rund 200.000 Nutzern ihrer App MAPtoSNOW, MAPtoHIKE und MAPtoBIKE ÔÇô also Wintersportlern, Wanderern und Radsportlern. Auf ihren Servern wertet MapCase Kommentare, Empfehlungen, Standortbestimmungen und andere Echtzeitinformationen aus und erg├Ąnzt diese durch Social-Media-Daten, Hotelbewertungen und gezielte Umfragen zu weiteren Touchpoints.

Die Informationen wertet das Unternehmen mit der Analyseund Visualisierungsl├Âsung Tableau aus. Die Analysen werden dann grafisch mit sogenannten Tableau Dashboards aufbereitet und Dritten zur Verf├╝gung gestellt. Zum Beispiel zeigt eine Heatmap die geographische Verteilung von App-Nutzern. Zielgruppe sind in diesem Fall Tourismus-Anbieter, Tourismusverb├Ąnde, Betreiber von Serviceeinrichtungen wie Bergbahnen oder Hotels, aber auch f├╝r die Markenhersteller von Sportprodukten wie Skiern, Snowboards, Bikes oder Outdoor-Kleidung.

Die Smartphone-Apps sind auf Interaktivit├Ąt zwischen den einzelnen Nutzern ausgelegt. Sie erm├Âglichen es den Nutzern, die eigenen Leistungen zu speichern, laufend zu ├╝berpr├╝fen und sich mit anderen zu messen. Zum Beispiel ist das Ausloben von Preisen f├╝r absolvierte Leistungen, die Teilnahme an virtuellen Wettbewerben oder Schnitzeljagden sowie die Aufnahme in Ranglisten m├Âglich.

Durch spezielle Dialoge mit den Nutzern, etwa Abfragen zur Zufriedenheit mit den touristischen Angeboten oder Empfehlungen, h├Ąlt MapCase zusammen mit den aktuellen Positionsdaten zus├Ątzliche Informationen. Diese werden nach Angaben des Unternehmens gem├Ą├č Datenschutzstandards aufgearbeitet.

ÔÇ×Wir wussten zum Beispiel, welche Strecken und Skipisten besonders bevorzugt oder welche eher abgelehnt wurden, welche G├Ąstegruppen welchen Alters und Geschlechts sich am liebsten wo, wann und wie lange aufhielten und wie zufrieden sie mit den touristischen Angeboten warenÔÇť, berichtet Bastian Kneissl, CEO von MapCase. Tableau ├╝bernimmt die Aufgabe, die laufend anfallenden, riesigen Informationsmengen in k├╝rzester Zeit und m├Âglichst automatisiert so aufzubereiten, dass sie als Entscheidungshilfe f├╝r Dritte dienen k├Ânnen.

Heute erstellen zwei Mitarbeiter die gew├╝nschten Visualisierungen und Dashboards mit Tableau Desktop. Tableau bietet auch eine mobile Plattform zur Visualisierung dieser Daten an. Die Quelldaten sammelt MapCase ├╝berwiegend in einer Amazon Redshift-Datenbank. Die ersten Dashboards konzentrieren sich auf die Auswertung des Nutzungsverhaltens in Wintersportgebieten. Das Modell will das Unternehmen auf weitere Sportarten und Nutzergruppen ausdehnen.

www.mapcase.de

www.tableau.com