3D-Technologie soll Leben retten

Die Bergwacht Bayern startete im Mai 2016 eine einjährige Testphase, die zeigen soll, ob und in welchem Maße die interaktiven 3D-Karten der 3D RealityMaps GmbH die Einsatzplanung und -durchführung verbessern können. Die ersten Trainings für Bergretter aus den bayrischen Alpen mit der App und der Einsatzplanungssoftware haben bereits erfolgreich stattgefunden. Neben den Tests werden zusätzliche Features diskutiert, die relevant für die Bergwacht sind und im Folgenden deren mögliche Umsetzung geprüft. Ziel des Projekts ist es nach Auskunft des Anbieters, jeden Bergretter mit einer App auszustatten, die ihm die Orientierung im Gelände erleichtert. Via Live-Tracking sind alle am Einsatz Beteiligten miteinander vernetzt. Die Leitstelle und die einzelnen Bergretter sehen die Position und den zurückgelegten Weg der Kollegen in der 3D-Karte. Das soll die Koordination vor Ort erleichtern und die Einsätze auch im Nachhinein besser nachvollziehbar machen. Die Leitstelle beziehungsweise das Einsatzfahrzeug verfügt zudem über eine Software mit erweiterten Planungs- und Analysetools.

Der erste Grundstein für das Projekt wurde bereits im INSAG-Projekt (Innovative Nutzung von Satellitennavigation und Geländeinformationen, gefördert durch das bayerische Raumfahrtförderprogramm) gelegt, das 3D RealityMaps in Zusammenarbeit mit der Bergwacht und der Hochschule Deggendorf bereits im Jahr 2014 ins Leben gerufen hatte. Verläuft die Testphase erfolgreich, könnte die gesamte Bergwacht Bayern künftig mit der 3D-Technologie ausgestattet werden.

Einen spektakulären Erfolg aus dem Praxistest vermeldete 3D RealityMaps ganz aktuell: Eine Frau, die einige Meter über schroffem Gelände abgestürzt war, konnte vom Watzmann geborgen werden. Dabei halfen die 3D-Karten. Es wurde recht schnell eine Stelle gefunden, an der die Retter per Hubschrauber abgesetzt werden konnten und so die verletzte Person in kürzester Zeit erreichten.

www.realitymaps.de