DLR unterstützt UN World Food Programme mit satellitengestützten Risikokartierungen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt – gefördert durch das Auswärtige Amt – das UN World Food Programme (WFP) bei der Risikokartierung und Früherkennung von kritischen Entwicklungen im Rahmen der weltweiten Bekämpfung von Hunger. Ziel des neuen Projekts ist es, das WFP dabei zu unterstützen, in einem „Spatial Risk Calendar“ (SPARC) räumlich oder zeitlich wiederkehrende Umweltrisiken frühzeitig aufzudecken und genauer zu prognostizieren, um daraus geeignete Hilfsmaßnahmen und Strategien ableiten zu können. Dazu bringt das DLR seine Erfahrung und sein technisches Know-How auf dem Gebiet der Fernerkundung ein. Experten des Earth Observation Center (EOC) des DLR werden die bisher von der UN genutzten Daten und Modelle analysieren, mit hochaufgelösten Satellitenbildern abgleichen und wissenschaftliche Untersützung zur Weiterentwicklung des Systems einbringen.

Am 18. und 19. April 2017 wurde das gemeinsame SPARC-Projekt mit einem zweitägigen Kickoff-Meeting in der Zentrale des WFP in Rom offiziell auf den Weg gebracht. Das Projekt läuft mit einer Förderung des Auswärtigen Amtes bis Januar 2018. Die verbesserten Risikokarten und -kalender sollen beim WFP dann operationell zum Einsatz kommen. Das WFP unterstützt als humanitäre Hilfsorganisation jährlich mehr als 80 Millionen Kinder und Erwachsene in rund 80 Ländern – mit dem strategischen Ziel „Zero Hunger“, dem Ende des weltweiten Hungers bis zum Jahr 2030.

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