Die Logistik erfindet sich neu

Auf der transport logistic in München präsentieren sich vom 9. – 12. Mai 2017 Aussteller aus 60 Ländern. IT, Telematik, E-Business und Telekommunikation stehen in Halle B2 im Mittelpunkt.

Internationales Rahmenprogramm zu aktuellen Themen auf der transport logistic. Foto: Messe München GmbH

Internationales Rahmenprogramm zu aktuellen Themen auf der transport logistic. Foto: Messe München GmbH

Die Digitalisierung verändert auch die Logistik und die Gegebenheiten im Markt, ein Beispiel ist die Verlagerung vom stationären Handel hin zum Onlineverkauf. Die Aussteller der transport logistic präsentieren Innovationen, um den damit verbundenen Herausforderungen zu begegnen. Know-how-Transfer findet zudem in insgesamt 48 Konferenzveranstaltungen statt. Alle Facetten der Logistik, Mobilität, IT und des Supply Chain Managements werden im Rahmenprogramm, zu dem mehr als 200 Fachexperten nach München kommen werden, diskutiert. Eröffnet wird die transport logistic 2017 durch den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt.

Robert Schönberger, Projektgruppenleiter bei der Messe München, freut sich: „Die transport logistic schafft es wie keine andere Veranstaltung Logistik, Industrie und Handel zusammenzubringen, um die aktuellen Trends zu diskutieren und, um die Zukunft zu gestalten. Mit den Veranstaltungen, den Experten und den ausstellenden Unternehmen bieten wir unseren Fachbesuchern ein einzigartiges Programm.“ Auf 115.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden über 2.000 Aussteller aus 60 Ländern die gesamte Bandbreite der Logistik präsentieren. Mit den messeeigenen Gleisen verwandelt sich ein Teil des Freigeländes in einen Bahnhof, auf dem namhafte Unternehmen ihre Lokomotiven und Waggons ausstellen.

Software und Lösungen

IT, Telematik, E-Business und Telekommunikation sind die Schwerpunktthemen in Halle B2. Die LIS Logistische Informationssysteme AG aus Greven stellt an Stand 209/310 Entwicklungen rund um die Transport-Management-Software WinSped vor. „Wir zeigen unter anderem unser neues Automotive Center, das die Erfassung und Disposition von VDA-Aufträgen erleichtert und voranbringt“, erklärt Volker Lückemeier, Vorstandsmitglied von LIS. Das Unternehmen präsentiert außerdem weitere Module wie das Schadensmanagement und das Flottenmanagement- System (FMS). Die Dr. Malek Software GmbH (Stand 102) bietet Transportmanagement-, Speditions-, Lagerverwaltungs- und Telematiklösungen für den Straßengütertransport aus einer Hand. Eigene Kartensoftware für die Disposition, und Online-Angebote wie WebOrder, WebTracing oder WebBooking für das Laderampen-Management runden das Portfolio ab. Auf der Messe zeigt das Unternehmen gemeinsam mit der ESYS GmbH unter dem Namen „blueDAN“ einen Mini-Datenlogger zum Aufzeichnen von Temperaturwerten in Transportbehältern.

Über Astratas Entwicklung einer eigenen offenen Telematik-Plattform können sich Besucher am Stand 628 informieren. Damit erlaubt der Telematikexperte künftig den Datentransfer von Drittanbietern in sein Portal FleetVisor. In dem von Astrata geschaffenen Telematik-Portal sind die Informationen aller bewegten Güter und Fahrzeuge über eine einfach zu bedienende Nutzerschnittstelle abrufbar. Die Daten stammen von Astratas eigenen Anwendungen sowie von externen Systemen wie Telematikeinheiten für Trailer und Kühlfahrzeuge.

DAKO rückt am Stand 201/302 das Thema Schnittstellen in den Fokus, da für einen reibungslosen Ablauf im Fuhrpark verschiedene Systeme von ERP- und Speditionssoftware über Transportmanagementlösung bis hin zum Warenwirtschaftssystem miteinander optimal kommunizieren müssen. DAKO beschäftigt sich seit den 2000er Jahren mit der herstellerübergreifenden Datenübertragung und -auswertung, das TachoWeb des Unternehmens besitzt unter anderem Schnittstellen zu den größten OEMs sowie Navigationsexperten, weitere sind in Arbeit. Hinzu kommen Anbindungen an Speditions- und ERP-Software sowie Frachtbörsen und Schulungssoftware. Auch Speziallösungen gehören zum Schnittstellenportfolio von Tacho- Web, etwa der Trailer-Telematikanbieter Blue Tree Systems, den DAKO kürzlich als ihren aktuellsten Kooperationspartner gewinnen konnte. Als Premium-Lösung für effizientes Flottenmanagement hat Continental VDO FleetVisor am Stand 618 im Programm. Zu den umfangreichen Auswertungsfunktionen gehören unter anderem Routen- und Fahrerplanung, Fahrzeugeinsatz, Remote Download, Truck-Navigation sowie eine Übersicht über anstehende Wartungen. Zusätzlich können Spediteure ihre Fahrer durch ein sieben Zoll großes Tablet unterstützen, das automatisch die optimale Route anzeigt, und die direkte Kommunikation zwischen Fahrer und Disposition über Textnachrichten ermöglicht. Das Display wird hierbei zum Fahrer-Coach, indem es laufend Rückmeldung zum Fahrstil und dem aktuellen Spritverbrauch gibt. Flottenmanager und Fahrer können so den individuellen Verbrauch einsehen und mittelfristig reduzieren. Darüber hinaus können Fahrer am Display ihre Lenk- und Ruhezeiten leicht ablesen.

Wie individuell Telematik auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten sein kann, will die SPEDION GmbH am Stand 326 zeigen. Die Entwickler von SPEDIONline, der SPEDION Portal App und der SPEDION App – die in neuem Design daherkommt – beraten Speditionen deutschlandweit bei der Optimierung ihrer Auftragsverarbeitung. Mit dabei ist erstmals die Logenios GmbH mit ihrer webbasierten Logistikplattform eConnect – eine offene Software-as-a-Service- Lösung für das automatisierte Monitoring und den transparenten Echtzeitdatenaustausch zwischen den einzelnen Akteuren der gesamten Supply Chain, bis hin zur Live-Übermittlung von Informationen aus dem Lkw.

Die initions AG (Stand 512) hat für ihre Standardsoftware Opheo mit dem ixOptimizer ein neues Modul für die automatische Tourenplanung entwickelt. Der ixOptimizer lässt sich für eine große Bandbreite an Transporten und Fahrzeugarten einsetzen. Er liefert innerhalb kurzer Rechenzeiten optimierte Tourenvorschläge, die je nach Zielsetzung Fahrzeiten, Wegstrecken und Verspätungen minimieren und dabei auch CO2-Emmissionen reduzieren helfen. Das Modul basiert auf einem neuen selbstlernenden Algorithmus, den die Mathematiker der initions AG innerhalb der letzten 2,5 Jahre entwickelt haben. Das als „Adaptive Evolutionary Search“ bezeichnete Planungsverfahren ist in der Lage, innerhalb von kürzester Zeit Tausende von Tourenplänen zu berechnen und durch einzelne Änderungen eine schrittweise Verbesserung zu erreichen. Die initions AG präsentiert sich gemeinsam mit dem TomTom-Partner Xplus1.

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