Vernetztes Bauen

Die Feickert GmbH realisiert Bauprojekte mit dem Schwerpunkt Kanal- und Rohrleitungsbau sowie im Spezialtiefbau für öffentliche und privatwirtschaftliche Auftraggeber in Deutschland und Luxemburg. Sie nutzt die IT-Lösung Lidat für die Überwachung und Organisation des Maschinenparks. Für die Verbindung zwischen Lidat und der Buchhaltung hat Feickert das Programm bau-mobil von Connect2Mobile im Einsatz.

Die geleisteten Arbeitsstunden aller Maschinen werden beim Anlassen und Abstellen des Motors von Lidat erfasst, dokumentiert und vom Einsatzort per Datenabgleich an die kaufmännische Verwaltung gesendet. Foto: Feickert GmbH

Die geleisteten Arbeitsstunden aller Maschinen werden beim Anlassen und Abstellen des Motors von Lidat erfasst, dokumentiert und vom Einsatzort per Datenabgleich an die kaufmännische Verwaltung gesendet. Foto: Feickert GmbH

Die Feickert GmbH hat vier Standorte in Deutschland und Luxemburg mit rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und erzielt jährlich einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro. Das Bauunternehmen setzt bei der Überwachung und Organisation seines Maschinenparks, der hauptsächlich aus Liebherr-Geräten besteht, auf das Flottenmanagement Lidat dieses Maschinenherstellers. Mit der im Hause Liebherr gehosteten IT-Lösung überwacht das Unternehmen die rund 100 Raupen- und Mobilbagger sowie Ramm- und Bohrgeräte an allen Unternehmensstandorten und prüft sie auf Effizienz im Einsatz. Bei Liebherr-Geräten ermöglicht das System Datenmanagement, beispielsweise über Kraftstoffverbrauch oder anstehende Wartungstermine. Auch Geräte weiterer Hersteller können im Lidat-System mit eingebunden werden. Die geleisteten Arbeitsstunden aller Maschinen werden beim Anlassen und Abstellen des Motors von Lidat erfasst, dokumentiert und vom Einsatzort per Datenabgleich an die kaufmännische Verwaltung gesendet.

„Für eine sichere Planung in der Akquise, Disposition und Investition ist es für unser Unternehmen wichtig, möglichst exakte Gerätestunden zu erfassen, um genau ermitteln zu können, auf welchen Baustellen welche Arten von Gerätekosten entstehen“, erklärt Geschäftsführer Rudolf Feickert. „Das ist für uns als hochtechnisierter Tiefbauer mit einem modernen und kostenintensiven Gerätepark von hohem Interesse.“ Über die Grafiken und Auswertungen der Software wird die Auslastung jedes Geräts direkt sichtbar. „Was dann noch fehlte war ein Programm, das die neuen Daten mit unserer internen Kostenrechnung verbindet“, ergänzt Geschäftsführer Feickert. „Hier sollten die exakten Gerätedaten miteinfließen und zusammen mit den übrigen Kostenpositionen ein genaueres Bild der Baustelle ergeben.“ Die gewünschte Lösung für die Verbindung zwischen Lidat und der Buchhaltung lieferte das Programm bau-mobil von Connect2Mobile: „bau-mobil hat unser Interesse geweckt, weil es sich hervorragend als Mittler verschiedener IT-Komponenten einsetzen ließ,“ berichtet Jens Pörtner, kaufmännischer Leiter von Feickert Bau: „Der Schlüssel war die standardmäßige Anbindung von bau-mobil an die Buchhaltungssoftware der Firma RIB, die wir seit Jahren nutzen.“ Das RIB Softwaresystem bei Feickert umfasst die Personalbuchhaltung, die Baustellen-Logistik sowie die Finanzbuchhaltung mit dem Bereich der Kostenrechnung. Alle Baumaschinen und -geräte des Unternehmens werden zunächst mit ihren Stammdaten im RIB-System angelegt. Da Feickert Bau auf die RIB Software setzt, war es für das Unternehmen wichtig, eine IT-Lösung zu finden, die sich sowohl durchgängig mit den RIB-Programmen als auch mit dem Lidat-Flottenmanagement kombinieren lassen würde. „Wir hatten gesehen, dass mit bau-mobil die Anbindung an die RIB-Programme auch bei anderen Firmen problemlos läuft. Danach waren wir optimistisch, dass auch der Brückenschlag zu Lidat reibungslos erfolgen würde“, so Pörtner ergänzend.

Mit Connect2Mobile können die tatsächlichen Ist-Stundenzeiten der Baumaschinen im Gesamtzusammenhang der Kostenrechnung auf deren Wirtschaftlichkeit im Einsatz geprüft und ausgewertet werden. Foto: Feickert GmbH

Mit Connect2Mobile können die tatsächlichen Ist-Stundenzeiten der Baumaschinen im Gesamtzusammenhang der Kostenrechnung auf deren Wirtschaftlichkeit im Einsatz geprüft und ausgewertet werden. Foto: Feickert GmbH

Feickert Bau führte deshalb das System gleich in vollem Umfang ein. „Durch Nutzung der Baustellen-App in den Bereichen Disposition und Lohnbuchhaltung half uns das Programm dabei, die Arbeit in vielen verschiedenen Bereichen unseres Unternehmens sichtlich zu entspannen und zu optimieren“, so Jens Pörtner. Nach einem Einführungsseminar des Herstellers Connect2Mobile arbeiteten über 70 Erfasser auf den Baustellen mit modernen Tablet-PCs mit Google-Android-Betriebssystem. Dazu kommen die PC-Terminals in den drei Werkstätten an den Feickert-Standorten in Weilburg-Gaudernbach, Ermsleben und in Witzleben.

Seit rund vier Monaten läuft die Software von Connect2Mobile bei Feickert Bau im Echtbetrieb. Das Programm greift mehrmals an jedem Tag auf den Liebherr-Server zu und transferiert die Daten aus Lidat in die hauseigene RIB-IT. Einmal im Monat erfolgt dann die baustellenbezogene Kostenauswertung mit den gelieferten Echtzeit-Daten. „Neben den Auswertungen zur Maschinenwartung, die wir direkt in Lidat sehen können, haben wir nun die Möglichkeit, die tatsächlichen Ist-Stundenzeiten unserer Baumaschinen im Gesamtzusammenhang der Kostenrechnung auf deren Wirtschaftlichkeit im Einsatz zu prüfen und auszuwerten“, sagt Rudolf Feickert. „Die Erkenntnisse werden bei der Angebotserstellung und dem Investitionsverhalten helfen. Das ist ein entscheidender Mehrwert für unser Unternehmen.“

Auch die Einsatz- und Tagesplanung läuft über bau-mobil. Alle Disponenten haben Zugriff auf den gesamten Geräte- und Personalpool des Unternehmens und können die Ist-Daten der Gerätenutzung von Lidat für die Neu- und Umplanung der Gerätebesetzung mitbetrachten. Sämtliche für die Planung wichtigen Personalinformationen, beispielsweise Krankmeldungen oder geplante Urlaube der Kollegen, sind in bau-mobil vermerkt. Poliere können sich via Tablet die Einsatzplanung für den nächsten Tag ansehen. „Die vielen Telefonate zum Informationsaustausch, die zum Baustellenalltag gehören, wurden dank bau-mobil massiv reduziert. Auch tagtägliche Änderungen bei Geräten oder Personal werden nun direkt von den Vorarbeitern in bau-mobil eingegeben und nicht mehr per Zuruf erfasst“, erklärt Jochen Janz, Disponent in Weilburg-Gaudernbach. Durch die Verzahnung von bau-mobil mit der RIB-Software läuft zudem auch die Lohnbuchhaltung jede Woche vollautomatisch.

www.feickert-bau.de