Fraunhofer IESE: „Digitale Dörfer“ startet in zweite Runde

Ende April ist das Projekt „Digitale Dörfer“ mit der Übergabe der Förderbescheide durch den Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, in die zweite Runde gegangen.

Ziel des Projekts ist es, aufzuzeigen, wie innovative Lösungen sinnvoll eingesetzt werden können, um die Chancen der Digitalisierung auch im ländlichen Raum zu nutzen. Die „Digitalen Dörfer“ sind ein Gemeinschaftsprojekt des Ministeriums des Innern und für Sport, des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE, Kaiserslautern, der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. und der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain, Eisenberg und Göllheim.

In der ersten Projektphase von 2015 bis 2016 evaluierte das Fraunhofer IESE in den digitalen Dörfern Betzdorf-Gebhardshain, Eisenberg und Göllheim Konzepte zur Vernetzung der Bürger durch digitale Technik im Sinne einer modernen Nachbarschaftshilfe. Gemeinsam mit den Bürgern, Unternehmen, den Verbandsgemeinden und der Entwicklungsagentur entwickelten die Forscher digitale Anwendungen und untersuchten das Zusammenspiel von Handel, freiwilligen Helfern und Verwaltung. Die Testregionen, die auch in der zweiten Projektphase mitwirken, können in der Planungsphase erneut eigene Wünsche und Ideen einfließen lassen, sodass im Projekt ausschließlich konkrete Problemlagen vor Ort betrachtet werden. Das Projektvorgehen ist dabei so ausgelegt, dass in Living Labs die Bürger vor Ort in die Gestaltung einbezogen werden. Mögliche Themen sind digitale Lösungen in Kommunikation, Dorfleben, mobile Angebote im ländlichen Raum und dezentrale Dienste im Sinne eines „Dorfzentrums 2.0“.

Die zweite Phase „Digitale Dörfer 2.0“ wird vom Innenministerium im Zeitraum 2017 bis 2019 gefördert. Die Verbandsgemeinden erhalten zusammen 360.000 Euro. Die Forschung des Fraunhofer IESE wird mit 1,35 Mio. Euro unterstützt. Das Institut stellt einen Betrag in ähnlicher Höhe gegenüber. Die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz bringt sich mit 100.000 Euro Personalkosten ein.

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