„AMBOS“ soll Drohnen vom Himmel holen

Forscher des Fraunhofer FKIE entwickeln mit „AMBOS“ ein System zur Drohnendetektion und -abwehr.

Mit dem Verbundprojekt AMBOS entwickeln Forscher ein System, das Drohnen frühzeitig erkennen, melden und bei Bedarf wirksam abwehren soll.

„AMBOS“ soll möglicherweise bedrohliche UAV mittels Funk, Akustik, Infrarot und Radar detektieren. Foto: Fraunhofer FKIE

„AMBOS“ soll möglicherweise bedrohliche UAV mittels Funk, Akustik, Infrarot und Radar detektieren. Foto: Fraunhofer FKIE

Außerdem sollen im Rahmen des Vorhabens die gesellschaftlichen, ethischen und rechtlichen Aspekte für den Einsatz dieser Technologien untersucht werden. AMBOS steht für Abwehr von unbemannten Flugobjekten für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Das Projekt wird vom Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE sowie vom AIT Austrian Institute of Technology koordiniert. Gefördert wird das Forschungsprojekt durch das deutsche Programm „Forschung für die zivile Sicherheit” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und das österreichische „Förderungsprogramm für Sicherheitsforschung – KIRAS” des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Ziel von „AMBOS” ist die Entwicklung eines Demonstrators, der über den Funktionsumfang derzeit am Markt verfügbarer Systeme deutlich hinausgeht. Die geplante Lösung detektiert Bedrohungen aus dem Luftraum mittels unterschiedlicher Sensormodalitäten, darunter Funk, Akustik, elektro-optisches Infrarot und Radar. Die eingehenden Sensordaten werden fusioniert, analysiert und zu einem ergonomisch gestalteten Lagebild zusammengesetzt. Dieses soll das Sicherheitspersonal bei der Entscheidung über die je nach Situation und Grad der Bedrohung auszuwählende aktive Maßnahme der Intervention unterstützen. Die Optionen reichen hier vom Stören von Funkfernsteuerung, Satellitennavigation oder Bordelektronik der Drohne bis hin zu ihrem Abfangen mittels eines Fangnetzes.

Von österreichischer Seite wird das Projekt federführend durch das AIT Austrian Institute of Technology, der landesweit größten außeruniversitären Forschungseinrichtung, begleitet. Koordinator ist dabei das AIT Center for Vision, Automation & Control, das sich auf Hochleistungsbildverarbeitung, optische Inspektions- und Qualitätskontrolle sowie autonome Assistenzsysteme spezialisiert hat. Das Fraunhofer FKIE ist mit drei Forschungsabteilungen an dem Projekt beteiligt und arbeitet diesem in den Bereichen „akustische Detektion”, „Sensordatenfusion”, „Lagedarstellung” und „Entscheidungsunterstützung” zu.

www.fkie.fraunhofer.de