Automatisierte Workflows beim Laserscanning

Bei FARO wird neben neuen 3D-Laserscannern vor allem die effiziente Verarbeitung von Sensordaten von Scan bis zur Anwendungssoftware gezeigt.

Die Leistungsfähigkeit von 3D-Laserscanning ist inzwischen branchenübergreifend bekannt. Dennoch bietet die Technologie noch einige Herausforderungen. Dies betrifft insbesondere die Modellierung und die effiziente Integration der Daten in Softwarelösungen.

Vor diesem Hintergrund hat der Messspezialist FARO ein durchgängiges System entwickelt, bei dem in einem Workflow die Datenverarbeitung komplett ineinandergreift. Dazu gehören die 3D-Erfassung, die Vorverarbeitung, die Interpretation und Modellierung und Integration der Daten in die BIM-fähige Software Autodesk Revit Hand in Hand. Die per Laserscanning erfassten Daten werden in der Software FARO SCENE zusammengefügt und in einem einheitlichen Koordinatensystem registriert. Über die SCENE Webshare Cloud können die Daten allen Beteiligten über einen eigenen WebServer zu jedem Zeitpunkt zugänglich gemacht werden.

Erfassung von geometrisch komplexen Innenräumen: FARO arbeitet daran, dass Modellierung und Punktwolken immer stärker integriert werden. Foto: FARO Europe GmbH & Co. KG

Erfassung von geometrisch komplexen Innenräumen: FARO arbeitet daran, dass Modellierung und Punktwolken immer stärker integriert werden. Foto: FARO Europe GmbH & Co. KG

Anschließend kann die Punktwolke in Revit exportiert werden. Die FARO Software Point- Sense for Revit kann aus den Daten „sehr schnell realistische parametrische und intelligente Gebäudemodelle erstellen“, so Oliver Bürkler, Senior Produktmanager bei FARO. Die erfassten Daten bleiben so bis zur Integration in BIM durchgängig in einem abgestimmten System.

Die Software erkennt beispielsweise nahezu automatisiert Wände in der Punktwolke und kann automatisch neue Wandtypen mit unterschiedlichen Wanddicken erzeugen. Point- Sense ermöglicht zudem die für BIM Modelle notwendige Ausrichtung der Wände. Gerade in Bestandsgebäuden sind diese oft nicht gänzlich plan – mit der FARO Software lässt sich die gebaute Realität sehr genau an die Anforderungen eines BIM Modells anpassen – dazu gehören beispielsweise durchgehende Außenwandflächen und Wandachsen sowie exakt rechtwinklige Grundrisse.

Mit der in PointSense integrierten Software VirtuSurv mit Revit Schnittstelle können Anwender in einer fotoähnlichen Scanansicht arbeiten. Fenster oder Türen können, so FARO, sicher und schnell aus der Punktwolke abgegriffen und in das Modell überführt werden. Anwender, die direkt in der Punktwolke in Revit arbeiten, werden von einer 3D Punktfangfunktion von PointSense unterstützt: Die Software erfasst in der Punktwolke den angesteuerten 3D-Punkt und bringt ihn korrekt in das Modell.

„Der Clou dabei ist, dass der 3D-Punkt unabhängig von der aktiven Arbeitsebene als Koordinatengrundlage genutzt werden kann“, beschreibt Bürkler.

PointSense kann zudem nahtlos Katalogbauteile aus Revit nutzen. Sollte die Größe der Objekte, beispielsweise von Türen, Fenstern oder Wänden nicht passen, kann die Software Katalogobjekte parametrisieren und damit neue Katalogobjekte erzeugen. Lässt sich in Revit kein geeignetes Bauteil finden, kann es im Revit Familieneditor aus den Daten der Punktwolke individuell konstruiert werden.

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