Von der Baustellenkoordinierung bis zur Leitungsauskunft

Die infrest GmbH aus Berlin stellt ihr Portal zur Einholung von Leitungsauskünften und weitere Services vor.

Foto: shutterstock (wavebreakmedia; banksy_boy)

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Die Einholung und Erteilung von Leitungsauskünften gehört zu den wichtigsten Aufgaben im Vorfeld einer Tiefbaumaßnahme. Das Leitungsauskunftsportal der infrest GmbH vermittelt deutschlandweit Leitungsanfragen und -auskünfte zwischen Auskunftssuchenden und Versorgungsunternehmen und leistet so einen Beitrag zur Vermeidung von Schäden an unterirdischen Anlagen und zur Zentralisierung der Anfragen. Der Auskunftssuchende erfasst anhand einer elektronischen Karte die geplante Baumaßnahme und die Anfragedaten unter Beachtung der technischen Regelwerke. Dann ist der Versand an die Liste angebundener Versorgungsunternehmen möglich. Diese empfangen per Mail oder Schnittstelle die standardisierte Anfrage mit allen Angaben und erteilen eine Leitungsauskunft. Für sie sind die Services des Leitungsauskunftsportals kostenfrei.

Digitalantrag

Auf die Prozesse rund um den geplanten Breitband- und Netzausbau zielt der neue Digitalantrag, der es schon ermöglicht, einen Antrag auf Sondernutzungen und Zustimmungen im öffentlichen Straßenraum zu stellen. Die Zusendung von Anträgen auf Zustimmung nach § 68 TKG beziehungsweise von Aufbruchgenehmigungen nach den Straßengesetzen der Länder kann über das Leitungsauskunftsportal digital erfolgen. Insbesondere für den deutschlandweit geplanten Breitbandausbau soll dieses Verfahren Zeit und Kosten sparen.

Mit dem Digitalantrag standardisiert infrest die Antragstellung und erleichtert die Bearbeitung der Anträge in den zuständigen Behörden. Von diesen Vorteilen sollen zukünftig alle Kommunen im Bundesgebiet profitieren. Aktuell ist eine digitale Antragszustellung an die bestehenden E-Mail-Eingangskanäle der Kommunen geplant und konnte bereits für ein Bundesland realisiert werden. In einem weiteren Schritt soll die Übertragung via Schnittstellen in die IT-Systeme der Behörden folgen.

Webbasierter Baustellenatlas

Der webbasierte Baustellenatlas der infrest dient der Abstimmung von Versorgungsunternehmen und Behörden untereinander. Das Tool ermöglicht die Nutzung von Schnittstellen sowie die Eintragung und Visualisierung von tagesaktuellen bis langfristig geplanten Baumaßnahmen auf einer einzigen übersichtlichen Karte. Mit der Übersicht über anstehende Bauvorhaben und Veranstaltungen will infrest allen Nutzern die erforderlichen Abstimmungs-, Planungs- und Genehmigungsprozesse erleichtern und Projektpartnerschaften ermöglichen. So kann beispielsweise eine ohnehin geplante Öffnung der Straßendecke für mehrere Vorhaben genutzt werden. So können Kosten für die Aushubarbeiten und Deckenschlüsse aufgeteilt, die Dauer der Baustellen verkürzt und ihre Anzahl verringert werden. Anwohner und örtlicher Einzelhandel werden entlastet.

INSPIRE-Services für die Versorgungswirtschaft

Die infrest hat die Zusammenarbeit mit der ISP zur Erfüllung der INSPIRE-Erfordernisse vereinbart, Basis bildet die aktuelle Handlungsempfehlung der Arbeitsgruppe Bund/Länder/Versorgungswirtschaft. Die INSPIRE-Richtlinie 2007/2/EG als Grundlage zur Schaffung der gesamteuropäischen Geodateninfrastruktur ist auf Bundes- und Landesebene durch entsprechende Gesetze umgesetzt worden und inkludiert die Bereitstellung von Leitungsdaten. Die Handlungsempfehlung gibt unter Anbetracht der kritischen Infrastrukturen Hinweise für Zugangsbeschränkungen.

Die ISP und infrest bieten die Bereitstellung von Metadaten und optionalen Netzgebietsflächen für relevante Geodatensätze als Dienstleistung im Geoportal.de INSPIRE-konform an. Damit kommen die Versorgungsunternehmen einem Teil der gesetzlichen Verpflichtungen nach und werden über Suchdienste gefunden. Das InspireService- Portal ist nach Angaben der Betreiber das erste und führende deutsche Geodatenportal nach dem Katalog der Wirtschaft, über das prozessgesteuert Metadaten eingepflegt und turnusmäßig aktualisiert werden können.

www.infrest.de
Halle 3.1 | C3.044