Baden-Württemberg überführt Geobasisdaten der Landesvermessung und des Liegenschaftskatasters nach ETRS89/UTM

Zum Jahreswechsel 2017/2018 wird die Vermessungsverwaltung in Baden-Württemberg die Geobasisdaten der Landesvermessung und des Liegenschaftskatasters (AFIS, ALKIS, ATKIS) auf das europaweit einheitliche Lagebezugssystem Europäisches Terrestrisches Referenzsystem 1989 mit Universaler Transversaler Mercator – Abbildung (ETRS89/UTM) überführen. Voraussichtlich ab Ende Januar 2018 werden alle Geobasisdaten in Baden-Württemberg nur noch in diesem amtlichen Lagebezugssystem bereitgestellt. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, Geodaten großräumig und länderübergreifend auf Grundlage eines einheitlichen Raumbezugs zu nutzen.

Die Überführung der Geobasisdaten der Landesvermessung erfolgt weitgehend über das bundesweit abgestimmte NTv2-Transformationsgitter BeTA2007. Die Geobasisdaten des Liegenschaftskatasters werden mit dem vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) im Herbst 2017 berechneten engmaschigen NTv2-Gitter BWTA2017 transformiert. Die Berechnung dieses Gitters erfolgt durch eine landesweite Ausgleichung mit Homogenisierung und Verteilung der Restklaffen von rund 450 000 Passpunkten auf die Gitterpunkte nach der Membranmethode.

Die Umstellung des amtlichen Lagebezugs betrifft alle, die auf Basis der Daten der Vermessungsverwaltung eigene Fachdaten führen oder die Ingenieurvermessungen an das amtliche Lagebezugssystem anschließen. Zur Überführung dieser Fachdaten werden die beiden vorgenannten Gitterdateien ab Anfang Dezember 2017 auf der Internetseite des LGL www.lgl-bw.de zum Download und zur kostenfreien Nutzung bereitgestellt. Während der Überführungsphase der Datenbanken kann es laut LGL um den Jahreswechsel 2017/2018 bei der Fortführung des Liegenschaftskatasters zu Verzögerungen kommen.

www.lgl-bw.de