VDV: Auszeichnung für Tsunami-Frühwarnsystem

Schild Evakuierungsroute im Falle eines Tsunamis in Thailand. Foto: pixabay, scym, CC0

Schild Evakuierungsroute im Falle eines Tsunamis in Thailand. Foto: pixabay, scym, CC0

Dr. Jörn Lauterjung, Direktor am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ wird am 03. November 2017 in Köln für seine herausragenden Aktivitäten im Rahmen der Projektkoordination zur Entwicklung des Tsunami-Frühwarnsystems im Indischen Ozean vom Verband Deutscher Vermessungsingenieure (VDV) mit dem GOLDENEN LOT ausgezeichnet. Das GOLDENE LOT wird seit 1990 für herausragende Leistungen verliehen. Zu den Preisträgern gehören hochrangige Politiker (Joachim Gauck, Johannes Rau, Klaus Töpfer), namhafte Wissenschaftler (Ulf Merbold, Michael McKay, Giorgio Poretti) und andere Personen des öffentlichen Lebens (Arved Fuchs, Fritz Pleitgen, Ranga Yogeshwar).

Nach dem Tsunami am 26.12.2004 hatte die Bundesregierung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren unter Federführung des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ den Auftrag zur Entwicklung eines Tsunami-Frühwarnsystems für den Indischen Ozean erteilt. Zum Projektkoordinator dieses „German-Indonesian Tsunami Early Warning System (GITEWS)“ wurde Dr. Jörn Lauterjung bestellt. Laut VDV Oräsident Wilfried Grunau konnte das Projektteam aufgrund der besonderen Bedingungen Indonesiens mit seinen extrem kurzen Vorwarnzeiten nur bedingt auf die Erfahrungen bisher existierender Frühwarnsysteme zurückgreifen. Letztlich habe diese Herausforderung zur Entwicklung eines der modernsten Tsunami-Warnsysteme der Welt geführt.

Seit der Inbetriebnahme wurden mit dem Warnsystem in Indonesien tausende Erdbeben und mehr als zehn Tsunami erfolgreich registriert. Erdbebenmeldungen und Tsunami-Warnungen werden in weniger als fünf Minuten nach einem Beben ausgegeben, gefolgt von Aktualisierungen oder einer Entwarnung.

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