Studie: Autonomes Fahren auf dem Busbetriebshof

Eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), des Forschungszentrums Informatik FZI am KIT und der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) zeigt, wie autonomes Fahren auf Busbetriebshöfen funktionieren und zur Kostensenkung beitragen kann.

Das Modell des Busbetriebshofs macht deutlich, welche Stationen ein autonom fahrender Bus durchlaufen soll. Foto: Laila Tkotz/KIT

Das Modell des Busbetriebshofs macht deutlich, welche Stationen ein autonom fahrender Bus durchlaufen soll. Foto: Laila Tkotz/KIT

Ihr Modell eines teilautonomen Busbetriebshofs präsentiert die Projektpartner vom 9. bis 11. Oktober 2017 auf der Messe EVS 30 in Stuttgart. Für die Studie hat das Forschungsteam von Professor Eric Sax, Leiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung am KIT, gemeinsam mit der SSB die Abläufe auf dem Betriebshof Stuttgart-Gaisburg analysiert. Es habe sich gezeigt, dass die Fahrt zur Waschanlage, die Außenreinigung und die Fahrt zum Abstellplatz ebenso wie der Abstellvorgang selbst vollständig automatisierbar sind. Das Auftanken, die Innenreinigung und Versorgung der Busse mit Druckluft sollen in dem neuen Szenario Industrieroboter übernehmen. Von der Automatisierung ausgeschlossen soll lediglich die Fahrt vom Übergabepunkt zur Halle bleiben, weil sie implizit als vom Gesetzgeber vorgeschriebene Testfahrt gilt.

Für die rund 150 Busse, die in Stuttgart-Gaisburg täglich gewartet werden, sollen künftig die Personalkosten um mehr als 100.000 Euro pro Jahr gesenkt werden können. Als „Use Cases“ für autonome Nutzfahrzeuge seien weitere ÖPNV-Betriebshöfe oder auch Speditionsdepots und Autobahnrastplätze denkbar. Ein nächster Schritt wäre es, einen Prototyp aufzubauen und im realen Umfeld zu erproben. Wie die Vision vom Autonomen Busbetriebshof im Modell aussieht, zeigen die Forscher auf der kommenden Messe EVS 30 in Stuttgart.

www.mobilitaetssysteme.kit.edu