Per Dashboard ins Auskunftssystem

Das Unternehmen Grintec aus Graz hat für sein Auskunftssystem eine neue Oberfläche entwickelt. Immer mehr Kunden setzen auf die Lösung aus Österreich.

GRINTEC m.b.H. hat sein Programm LineRegister für die Leitungsauskunft mit einer neuen Oberfläche versehen. Das neue Dashboard zeigt die wichtigsten Kennzahlen für den internen Mitarbeiter auf einen Blick. Die Grafiken sind interaktiv. Die zuständigen Mitarbeiter eines Netzbetreibers können damit Drilldowns in den Daten durchführen und somit detaillierte Informationen zur Performance des Systems erhalten. Dazu gibt es Filter-Möglichkeiten, damit Anwender sich die jeweils gewünschten Informationen anzeigen lassen können.

Damit treibt GRINTEC die Weiterentwicklung der sieben Jahre auf dem Markt befindlichen Software inklusive der LineRegister-Datenbank weiter. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen, das dieses Jahr 30-jähriges Bestehen feiert, die Lösung erstmals als Cloud-Service auf den Markt gebracht. Die Netzbetreiber stellen dabei ihre Daten über Internet-Dienste bereit. LineRegister unterstützt die standardisierten Web-Dienste WMS und WFS, um sich mit einem oder mehreren GIS-Systemen zu verbinden. Für einige GIS-Produkte stehen zudem systemspezifische Konnektoren zur Verfügung.

Das neue Dashboard von LineRegister liefert verschiedene statistische Kennzahlen zur Auskunft. Foto: GRINTEC

Das neue Dashboard von LineRegister liefert verschiedene statistische Kennzahlen zur Auskunft. Foto: GRINTEC

Als erster Kunde hatte sich der Betreiber von Glasfasernetzen euNetworks für die Cloud-Lösung entschieden. „Inzwischen sind aber auch klassische Strom- und Verbundnetzbetreiber auf diesen Zug aufgesprungen“, sagt Monika Ranzinger, Geschäftsführerin bei GRINTEC. Nach Angaben von GRINTEC setzen das Produkt derzeit bereits mehr als 30 Versorger in Deutschland, Österreich und Italien ein. Aktuell hat sich beispielsweise E.ON für Line- Register entschieden. Es werden bei allen LineRegister Kunden insgesamt 1.000 Anfragen pro Tag getätigt.

Die Motivationen zur Einführung sind dabei unterschiedlich. Für die KNG-Kärnten Netz GmbH beispielsweise stand die Vereinheitlichung des Auskunftsprozesses im Vordergrund, um auch bei mehreren Außenstellen eine gleichbleibende Qualität der Auskunft durch einen standardisierten Ablauf zu ermöglichen. „Durch die Standardisierung und durchgehende Protokollierung des Auskunftsprozesses in LineRegister erreichen wir maximale Sicherheit. Überzeugt hat uns auch die einfache und selbsterklärende Bedienung von LineRegister. Das System lief von Anfang an stabil“, sagt Harald Felsberger, Leiter der Abteilung GIS/Vermessung/ Anlagendokumentation bei dem österreichischen Versorger.

Bei der Wels Strom GmbH dagegen stand die Leitungssicherheit im Mittelpunkt. „Wenn es bei Grabungen doch einmal zu Materialoder gar Personenschäden kommt, können wir nun sofort lückenlos nachweisen, wer wann welche Pläne und Zusatzinformationen erhalten hat“, so Günter Sallinger, Leiter Stromanlagen-Anschlussservice- Messtechnik.

Die konstante Qualität der Auskunft, unabhängig von den beteiligten Personen, sei ein weiterer Pluspunkt. LineRegister zeichnet sich nach Angaben des Herstellers durch eine einfache Systemanpassung aus. Dies betrifft Suchmasken und Eingabeformulare genauso wie Inhalt und Aussehen der Kartenanzeige und der Pläne. Ebenso können Datenexport-Formate automatisch individuell gestaltet werden. Ebenso bietet GRINTEC seit neuestem auch eine Portalschnittstelle an. Anfragen, die über die Leitungsauskunftsportale von infrest und Aliz gestellt werden, können automatisch an LineRegister übergeben und dort weiterverarbeitet werden.

Netzbetreiber können LineRegister auch individuell auf Sicherheitskriterien und Arbeitsabläufe abstimmen. Beispielsweise kann beim Vorliegen sicherheitskritischer Einbauten der Self-Service-Download automatisch verhindert und die Anfrage stattdessen an einen Mitarbeiter des Netzbetreibers weitergeleitet werden. LineRegister dokumentiert durchgängig, wem welche Unterlagen übermittelt wurden und zeichnet alle Arbeitsschritte auf. So kann jederzeit der Nachweis erbracht werden, dass die festgelegten Prozesse eingehalten wurden. Verändert sich der Auskunftsprozess, kann LineRegister dem neuen Ablauf angepasst werden.

Mit dem internen LineRegister Web Client kann der Netzbetreiber die von ihm erteilte Auskunft überprüfen. Diese kann individuell ergänzt werden. Ebenso bietet das Programm Funktionen für die Disposition von Vor-Ort-Auskünften und protokolliert diese.

Arbeitsschritte bei der Anfrage über den externen LineRegister Web Client

1. Anmelden und Informationen zur
beabsichtigten Maßnahme eingeben
2. Gewünschtes Gebiet lokalisieren
3. Anfragebereich einzeichnen und
Druckbereich setzen
4. Zusammenfassung überprüfen und
Anfrage abschicken
5. Dokumente herunterladen

www.grintec.com