ICARUS-Antenne auf dem Weg zur Internationalen Raumstation

Eine russische Sojus 2-1A-Rakete ist am 13. Februar 2018 um 9.13 mitteleuropäischer Zeit (MEZ, 14.13 Uhr Ortszeit) mit der Antenne für das deutsch-russische Kooperationsprojekt ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space) an Bord zur Internationalen Raumstation aufgebrochen und soll die ISS am 15. Februar 2018 um 11.45 Uhr MEZ erreichen. Der russische Progress-Raumfrachter MS-08 hat etwa 2500 Kilogramm Gepäck an Bord, wovon auf ICARUS etwa 200 Kilo entfallen. ICARUS soll globale Wanderbewegungen von Tieren erforschen – im Fokus sind zunächst Kleintiere wie Vögel, Fledermäuse oder Flughunde. Winzige, weniger als fünf Gramm leichte, an den Tieren angebrachte Sender – sogenannte Tags – sammeln Informationen über deren Wanderverhalten und funken sie zur ISS. Eingetragen in eine Datenbank sollen sie dabei helfen, Tiere zu schützen, das Klima und die Ausbreitung von Krankheiten besser zu verstehen sowie nachhaltigere Landwirtschaft zu betreiben.

Im April soll der ICARUS-Computer in der ISS in Betrieb genommen werden. Funktioniert dieser wie erwartet, ist für den 8. August 2018 ein Außenbordeinsatz der Kosmonauten Oleg Artemjew und Sergei Prokopjew zur Installation der Antenne am Swesda-Modul geplant.

www.dlr.de

www.orn.mpg.de