Software mobilisiert Umweltverwaltung

Die Software „Cadenza Mobile“ der Disy Informationssysteme GmbH wird im Rahmen des Leuchtturmprojekts „Nachhaltige Digitalisierung in der Umweltverwaltung durch mobiles Arbeiten und Bürokratieabbau in der Wirtschaft“ in Baden-Württemberg flächendeckend in die Fachverfahren integriert und funktionell erweitert. Ziel des Projekts ist es, die Umweltverwaltung vor Ort – unter Federführung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM BW) – durch optimierte Schnittstellen zu Unternehmen und Bürgern sowie durch effizientere Arbeitsprozesse zu stärken.

Die Cadenza Mobile-App soll die Umweltvertretung in Baden-Württemberg durch effizientere Arbeitsprozesse stärken. Foto: disy

Die Cadenza Mobile-App soll die Umweltvertretung in Baden-Württemberg durch effizientere Arbeitsprozesse stärken. Foto: disy

Durch die mobile Lösung haben Mitarbeiter des UM BW alle notwendigen Informationen und Karten aus der Fachanwendung zur Hand, um einen Sachverhalt vor Ort richtig beurteilen zu können. So kann bei einem Ölunfall beispielsweise direkt über das mobile Endgerät geprüft werden, ob Wasserschutzgebiete gefährdet sind. Zudem sollen Anwender von optimierten Arbeitsprozessen für den Außendienst profitieren- etwa durch den automatischen Reimport der erfassten und bearbeiteten Daten in die Fachanwendungen. Über die Cadenza-Datensicht werden die Daten der Fachanwendungen für den Export bereitgestellt. Im Wesentlichen läuft dieser über die Anwendung selbst. Nach dem Export stehen die Fachkarten auf dem Mobile Server zur Verfügung und können auf das Mobilgerät geladen werden. Die unterwegs mit der Cadenza Mobile-App bearbeiteten Fachdaten werden schließlich an den Mobile Server zurückgespielt und von dort über eine einfache API der Fachanwendung bereitgestellt. Die Umsetzung des Leuchtturmprojekts verläuft von 2017 bis 2021 in drei Stufen. In der ersten Stufe wird die generische Importschnittstelle für Änderungen in den Fachanwendungen für das Beispiel-Anlagenkataster Wasserbau (FA AKWB) geschaffen und anschließend in einer Pilotphase getestet. Abgeschlossen wird die erste Phase durch den Rollout in allen Regierungspräsidien, Stadt- und Landkreisen. In der zweiten Stufe werden weitere Fachanwendungen für das mobile Arbeiten erweitert und die neu geschaffene Importschnittstelle für zusätzliche Verfahren geöffnet. Die dritte Phase beinhaltet die Erprobung neuartiger, digitaler Instrumente, wie beispielsweise Augmented Reality, sowie Maßnahmen für den Bürokratieabbau.

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