Internationale Konferenz zur Radarbildgebung in Aachen

Hochaufgelöste Radarabbildung von der Innenstadt von Aachen erzeugt vom luftgetragenen Radarsystem PAMIR des Fraunhofer FHR. Foto: Fraunhofer FHR

Um neuesten Entwicklungen und Anwendungen im Bereich der Radarbildgebung geht es dieser Woche in Aachen auf der 12. Europäischen Konferenz zum Synthetischen Apertur Radar EUSAR. Dabei sind 450 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 32 Ländern. Die Konferenz findet alle 2 Jahre statt und wird vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) organisiert und wissenschaftlich durch die Fraunhofer-Gesellschaft, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, Airbus und Hensoldt begleitet. In diesem Jahr hat Dr. Andreas Brenner, Abteilungsleiter beim Fraunhofer FHR, den Konferenzvorsitz.

Die Konferenz umfasst 250 Beiträge in 50 Sessions. Am 5. Juni präsentierte Dr. Paul Rosen (NASA JPL) neueste Technologien und Ergebnisse zur satellitengestützten Erdbeobachtung und Dr. Joseph Usoff (MIT Lincoln Laboratory) zeigte die Fähigkeiten des Haystack Großradar (HUSIR), welches gemeinsam mit der Großradaranlage TIRA des Fraunhofer FHR im Bereich der Weltraumbeobachtung zu den leistungsfähigsten Radarsystemen der Welt gehört. Denn Radar bietet als einziger Sensor die Fähigkeit vom Erdboden aus kleinste Weltraumtrümmer zu detektieren und hochaufgelöste Abbildungen von Weltraumobjekten zu erstellen, wie zuletzt bei der Begleitung des Wiedereintritt von der chinesischen Raumstation Tiangong-1. Forscher des Fraunhofer FHR beteiligen sich auch zu diesem Thema.

Die EUSAR-Konferenz findet vom 4. bis 7. Juni 2018 im Eurokongress in Aachen statt. In über 250 Beiträgen tauschen sich 450 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 32 Ländern über die neuesten Entwicklungen der Radarbildgebung aus.

http://www.eusar.de