VIRTUAL REALITY: IB&T implementiert VR-Technologie in CARD/1

In der neusten Version der CAD-Software CARD/1 9.1 hat Hersteller IB&T die Möglichkeit implementiert, 3D-Modelle mittels VR-Brille auf eine ganz neue Art zu erleben. Durch die Kombination der virtuellen Realität mit der CAD- und BIM-Lösung können Nutzer einfach in den Projektraum eintauchen und sich hier frei bewegen. Die Steuerung der Blickrichtung erfolgt automatisch mit einfachen Kopfbewegungen. Dabei funktioniert die Integration der VR-Technologie nach Herstellerangaben auch mit handelsüblichen Brillen.

Das neue Modul in CARD/1 Version 9.1 unterstützt verschiedene handelsübliche VR-Brillen. Foto: Ingenieurbüro Basedow & Tornow GmbH

Erfahrene Benutzer, die die Technologie bereits aus Spielen oder ähnlichen Anwendungen kennen, werden sich schnell an die freie Bewegung im Projektraum gewöhnen können. Mittels Controllersteuerung können sie sich stets abhängig von ihrer Blickrichtung frei im Projekt bewegen, zu möglichen Konfliktstellen fliegen oder einfach das Projekt auf sich wirken lassen. Und auch planungsbegleitend kann das neue VR-Modul von Bedeutung sein, indem die Technologie Nutzern die Möglichkeit verschafft, immer wieder live in das Projekt einzutauchen, um aktuelle Neuerungen und Änderungen zu überprüfen.

Für weniger erfahrene VR-Anwender oder eine Projektpräsentation beim Auftraggeber oder der Öffentlichkeit bietet sich der Leitlinien-basierte Bewegungsmodus an: Aufbauend auf eine im Vorfeld definierte Fahrtsimulation wechseln die VR-Betrachter in eine Art Beifahrer-Perspektive und lassen sich durch das 3D-Modell führen. Weiterer Vorteil des neuen Moduls: Durch die Darstellung des Bestandes und der Planung in 3D sowie das virtuelle Eintauchen in das Projekt können alle Beteiligten den aktuellen Planungsstand gleich interpretieren und verstehen. Das beugt nicht nur Missverständnissen und Fehlplanungen vor, auch mögliche Problemstellen werden durch die neuartige Sicht auf die Projektdaten wesentlich offensichtlicher. Für die reibungslose Darstellung der virtuellen Realität benötigt das System neben dem neuen Modul auch die richtige Hardware: Eine hochwertige und leistungsstarke Grafikkarte ist ebenso notwendig wie ein schneller Prozessor und genügend Arbeitsspeicher. Und nicht zuletzt kommt es auf die Wahl der VR-Brille an: Die am Markt bewährten Brillen HTC Vive und Oculus Rift lassen sich dabei ebenso einfach mit CARD/1 verbinden, wie die neuen Modelle der Windows Mixed Reality Technologie. Angeschlossen werden die Brillen über ein HDMI- oder ein USB-3.0-Kabel. Die notwendige Kalibrierung und das Tracking der Brille sowie der dazugehörigen Controller erfolgt über die zwei in der Brille integrierten Kameras.

www.card-1.com