GIS aus der Nische holen

Das Modul WIGeoWeb CMS ermöglicht es Geomarketing-Spezialisten, ihr WebGIS in Eigenregie schneller an die aktuellen BedĂŒrfnisse anzupassen.

Im Geomarketing werden rĂ€umliche Daten mit Hilfe von GIS-Software genutzt, um wirtschaftsbezogene Fragestellungen zu behandeln. Diese Funktionen haben sich in vielen Branchen etabliert und entwickeln sich bestĂ€ndig weiter. WIGeoGIS, eines der prĂ€gendsten Unternehmen der Geomarketing-Branche, hat im letzten Jahr mit seinem CMS-Modul einen weiteren Entwicklungsschritt getan. Das Modul ermöglicht ein einfaches Geodaten-Content-Management und folgt der Idee klassischer Content Management Systeme. Damit sind Anwender in der Lage, individuelle Datenintegrationen, Änderungen und Konfigurationen einfach selbst zu machen. Eine Entwicklung, die im GIS-Bereich schon vor Jahren ihren Anfang genommen hat, wird von WIGeoGIS im Bereich der Wirtschaftsgeographie jetzt neu dekliniert.

Das WIGeoWeb-CMS ist ein integriertes Modul der WIGeoWeb-Plattform, mit der Unternehmen Marktdaten mit ihren Kundendaten und KPIs auf digitalen Landkarten nutzen können. Der Schritt vom WebGIS zum CMS ist nun der logische Schritt fĂŒr die Weiterentwicklung des Geomarketings.

Zentrale Verwaltung

Ein CMS hat generell die Aufgabe, Inhalte zentral zu verwalten, und zwar vom Layout und der Darstellung getrennt. So werden einerseits die Verwaltung und Verarbeitung von Inhalten und andererseits die Analysen und Visualisierungen vereinfacht. „Bis vor kurzem habe ich viel Zeit damit verbracht, GIS-Anfragen von Kollegen aus den Abteilungen entgegenzunehmen und die gefragten Reporte und Analysen alle eigenhĂ€ndig zu erstellen – periodisch oder auf ‚Zuruf‘. Mit dem WebGIS WIGeoWeb arbeite ich nun viel effizienter: Mit dem integrierten CMS konfiguriere ich einmalig die notwendigen Daten, bei Bedarf passe ich sie spĂ€ter an. Auch das ‚Updaten‘ der bereitgestellten Daten erfolgt unkompliziert. Die Anwender generieren ihre Analysen dann auf Knopfdruck selbst, wĂ€hrend ich mich in meiner Arbeit auf das Wesentliche konzentrieren kann“, berichtet Falko KrĂŒgel, GIS-Experte bei der KassenĂ€rztlichen Vereinigung Sachsen.

„GIS aus der Nische holen“, so bezeichnet WIGeoGIS diesen Entwicklungsschritt auch. Denn die Funktionen sind weiterhin dezentral und von jedem Mitarbeiter nutzbar, die Gesamtplattform wird aber so verwaltet, dass Daten, Darstellung und Analysemethoden zentral ĂŒberwacht und gemanagt werden.

Damit verschiebt sich auch die Rolle der Geomarketing-Verantwortlichen im Unternehmen. Waren sie bisher die EmpfĂ€nger von Anfragen und lieferten die entsprechenden Karten, hat sich diese Rolle bereits mit der Etablierung von WebGIS erweitert. Mitarbeiter aus Marketing und Vertrieb oder auch die GeschĂ€ftsleitung sind jetzt in der Lage, Analysen selber zu erstellen und auch dezentral zu nutzen. „Unserer Erfahrung nach sind 70 Prozent der Geomarketing-Aufgaben standardisierbar“, sagt Wolf Graf, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von WIGeoGIS. WĂ€hrend es frĂŒher mindestens Stunden, wenn nicht Tage gedauert hat, bis der Geomarketing- Experte im Unternehmen die Abteilungen mit den gewĂŒnschten Analysen versorgt hat, können mit dem browserbasierten WebGIS die Mitarbeiter selbst den Report auf Knopfdruck erstellen und miteinander austauschen – stets auf Basis aktueller Daten. Die Geomarketing-Fachleute können sich so auf Sonderanfragen, die in der Regel in der Desktop-Anwendung durchgefĂŒhrt werden, und Weiterentwicklungen der Systeme konzentrieren.

Wo viele Desktop-Anwendungen im Einsatz sind, bestehen Risiken eines dezentralen und verteilten Datenmanagements. Daten entwickeln ein Eigenleben, Redundanzen entstehen, AktualitÀt und Konsistenz sind in Gefahr, ganz abgesehen davon, dass die Mitarbeiter beginnen, die Analysen an eigene Zwecke anzupassen.

Abweichungen leichter identifizierbar

An dieser Stelle setzt das CMS von WIGeoGIS an, denn es wird zum zentralen Verwaltungstool der Geomarketing- Experten. Es sorgt dafĂŒr, dass gemeinsames Arbeiten mit denselben Daten an einem System möglich ist, die Anwender aber weiterhin in „Eigenregie“ die Analysen erstellen, die sie benötigen. „So wird die abteilungsĂŒbergreifende Kollaboration im Unternehmen gestĂ€rkt“, weiß Wolf Graf. Durch die Standardisierungen von Analysen und Ergebnissen wird auch deren Vergleichbarkeit gewĂ€hrleistet. Es werden beispielsweise Leistungsabweichungen von Filialen oder Gebieten leichter vergleichbar und damit auch besser identifizierbar und bewertbar.

Den GIS-Experten steht mit WIGeoWeb CMS ein zentrales Verwaltungstool zur VerfĂŒgung. Foto: WIGeoGIS

Die Anwender profitieren dabei von den langjĂ€hrigen Erfahrungen der WIGeoGIS, die die Funktionen des CMS schon lange benutzt, um auftragsbezogene Anpassungen und Entwicklungen im eigenen Hause durchzufĂŒhren. Durch das Modul wird diese Leistung gewissermaßen externalisiert. „Anpassungen kann der Kunde nun selber umsetzen, ohne auf die Realisation durch Dritte warten zu mĂŒssen, wobei die Fortschritte auch mit engem Feedback der internen Nutzer entwickelt werden können“, so Graf. FĂŒr WIGeoGIS bedeutet das im Gegenzug, dass man mehr Ressourcen auf andere wichtige strategische Aufgaben verwenden kann, beispielsweise fĂŒr Innovationen im Kernbereich der Software. „Wir sehen in dem Modell eine Win-Win-Situation fĂŒr beide Seiten“, so Graf.

Die Basisversion von WIGeoWeb kostet 14.900 Euro, mit integriertem CMS ist sie fĂŒr 19.800 Euro erhĂ€ltlich. Die Zahl der Endnutzer ist bei beiden Varianten unbegrenzt im Preis enthalten. Kunden können so einfach kalkulieren, ob unternehmensspezifische Anpassungen selbst oder im Rahmen von Fremdvergaben durchgefĂŒhrt werden.

Management-Tool fĂŒr WebGIS

Das WIGeoWeb CMS ist gewissermaßen ein Management-Tool fĂŒr das WebGIS. Es unterstĂŒtzt alle fĂŒr den Workflow nötigen Bereiche und das auch durchgehend browserbasiert. Die logische Abfolge der einzelnen Schritte beginnt dabei zunĂ€chst mit dem Import der Daten in das CMS aus GIS-Software wie ArcGIS oder QGIS oder direkt als Geodaten-Files. NatĂŒrlich können Kundendaten auch direkt ĂŒber Schnittstellen eingebunden werden.

Im zweiten Schritt organisieren die Anwender die Daten im CMS. Konkret werden Struktur, Inhalt und Layout der Daten angepasst, etwa indem Farbe, GrĂ¶ĂŸe, Form und Reihenfolge definiert oder Datentabellen konfiguriert werden. Dazu stehen Funktionen wie Datenfilterung, Klassifikation oder Beschriftung zur VerfĂŒgung. Das CMS bietet des Weiteren die Möglichkeit, Benutzer und ihre Rechte zu verwalten. Dies liegt in der Hoheit des Web- GIS-Administrators, der zum Beispiel festlegen kann, welche Mitarbeiter die Vertriebsanalysen fĂŒr Bayern und welche fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg zur VerfĂŒgung gestellt bekommen.

www.wigeogis.com/de/webgis