Bienenschutz durch Geoinformationssystem

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) startet einen neuen Versuch zur Rettung von Bienen – mit Geometrie und Mengenlehre. Doch was steckt dahinter? Das krz bildet zwei Mengen: Die erste Menge bilden die Kataster-Flurstücke, die im Besitz der Kommune sind. Die zweite Menge besteht aus Feldblöcken der Landwirtschaftskammer, also bewirtschaftetem Land. Aus diesen beiden Mengen wird die Schnittmenge gebildet und daraus die Auswertung „Wegrand“ ermittelt – das sind die kommunalen Flächen, die gleichzeitig landwirtschaftlich genutzt werden. Die Idee des krz und des Kreises Herford: Randstreifen an Wegen und Straßen, die eigentlich im Besitz der Kommune sind, werden oft von Bauern für den Anbau mit genutzt. Diese Streifen sollen nun stattdessen als Blühstreifen reaktiviert werden, um Bienen Nahrung zu bieten. Diese Bildung der für die Auswertung nötigen Schnittmenge – auch Verschneidung genannt – ist eine Grundfunktion in der Geo-Daten-Infrastruktur (GDI) des krz. Um die Flächen auszuwerten, müssen die Ergebnisse sinnvoll gefiltert werden. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt als Kartendienst (WMS) in der GDI. (vb)

www.krz.de