Weltraumtechnologie für Kommunen

cloudeo bietet einen Webstore für Satellitendaten an, der sich speziell an die Öffentliche Hand richtet. Berücksichtigt werden etwa auch vergaberechtliche Rahmenbedingungen.

Seit Ende Oktober 2018 bietet das Münchner Unternehmen cloudeo neben seinem bekannten cloudeo store mit breitgefächertem Angebot im Bereich Geodaten, -software und -services, auch einen Webdienst an, der speziell auf Kommunen und kommunale Verwaltungen zugeschnitten ist. Der Webstore ermöglicht jederzeit den Zugriff auf historische und aktuelle Satellitenbilder mit 30 Zentimetern Auflösung. Der Dienst ist per Standardbrowser erreichbar, daher benötigen die Nutzer keinerlei zusätzliche Software. Mit der Lösung erreichen Kommunen das Datenangebot ShowMySite, bei dem cloudeo jene Daten aus dem breiten Angebot von satellitenbasierten Sensoren zusammengestellt hat, die für Kommunen und Behörden interessant sind. Besonderheit dabei ist zudem, dass die Ausschnitte in einer „mundgerechten“ Größe von ein mal einem Kilometer zur Verfügung stehen. Die Dienste beinhalten in erster Linie Bilddaten und Geländemodelle von DigitalGlobe und Intermap Technologies. Der Download steht in den handelsüblichen Formaten jpeg oder geotiff zur Verfügung.

Ostseebad Sellin auf Rügen: Die Analyse (oben) zeigt, von welchen Standorten (5 Meter über Grund) man das Gebäude sehen kann. Fotos: cloudeo

Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeiten, einfache Analysen durchzuführen, die auch ohne weiteres Expertenwissen innerhalb der App genutzt werden können. Zum Beispiel NEXTMap Analytics Viewshed, eine Sichtbarkeitsanalyse, die auf den Intermap-Höhendaten basiert. Damit kann der Nutzer in einer einfachen Kartenansicht feststellen, welche Objekte von einer bestimmten Position aus gesehen werden können und von welcher nicht. So erkennt man etwa, von welchen Standorten Windkraftanlagen oder Stromtrassen sichtbar sind. Nutzer müssen einfach innerhalb der cloudeo web app im Browser einen Standort auswählen und den Radius der Analyse bestimmen.

cloudeo bietet unterschiedliche Nutzungspakete der Webdienste für den jeweiligen Bedarf an. Die Bezahlung erfolgt normalerweise über Paypal, Kreditkarte oder auch Rechnungsstellung. Danach kann der Service einfach an jedem Computer im Rahmen des erworbenen Pakets benutzt werden. Die Pakete sind jederzeit erneuer- beziehungsweise erweiterbar.

Viele Gemeinden nutzen bereits Luft- und Satellitenbilder, die allerdings auch Nachteile besitzen. Luftbilder werden nur in größeren Abständen von den Landesverwaltungen erhoben, da sie teuer bei der Einzelerfassung sind; Satellitendaten sind ohnehin meist sehr kostenintensiv und der Beschaffungsweg kompliziert. Die Satellitenbilder innerhalb des Webdienstes haben für jeden beliebigen Ort der Welt eine garantierte Aktualität von unter einem Jahr. „In Sachen einfacher Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von hochauflösenden Daten weltweit ist dies bisher einzigartig”, sagt Maria Hochleitner, Marketingleiterin bei dem Münchner Unternehmen.

Auch der Beschaffungsprozess ist bewusst einfach gehalten, ebenso können Kleinstmengen bestellt werden. „Dies ist in der Fernerkundungswelt so bisher nicht möglich, es gibt in der Regel nur größere Abnahmemengen zu einem deutlich höheren Preis“, so Hochleitner.

Ebenso wird von cloudeo das Vergaberecht berücksichtigt. Momentan sind im cloudeo store zwei auf die Bedürfnisse der Kommunen zugeschnittene Services verfügbar, welche preislich mit im Durchschnitt unter 1.000 Euro im Rahmen des sogenannten „Direktkaufs“ unterhalb der EU-Schwellenwerte (Unterschwellenvergabeordnung – UVgO) liegen. Einstiegspakete gibt es bereits ab 100 Euro.

www.kommune.cloudeo.de