CopServ-Konferenz: Copernicus meets Galileo

Unter dem Mantel des vom ZENIT etablierten Kooperationsnetzwerks CopServ wird die Entwicklung kommerzieller Anwendungen auf Basis von Copernicus-Daten angetrieben. Mit dem Konferenz-Programm „Copernicus meets Galileo“ steht 2019 die Navigation im Mittelpunkt.

Rohdaten aus Satelliten, terrestrischen Beobachtungssystemen und Datenbanken – dazu liefert das europäische Satellitenprogramm „Copernicus“ der Allgemeinheit einen kostenfreien Zugang. Die Rohdaten der Copernicus-Satelliten werden von der EU zu Copernicus-Kerndiensten aufbereitet, bereitgestellt und können dann für verschiedene Anwendungen weiterverarbeitet werden. Die Fernerkundung schafft so eine Grundlage für Innovationen, gleich ob Produkte oder gar ganz neue Geschäftsmodelle. Anwendungsfelder finden sich in der Energiewirtschaft, im Landmonitoring oder der Land- und Forstwirtschaft.

Berlin am 26. Juli 2018: Das Bild der Copernicus Sentinel-2 Mission zeigt die Auswirkungen der Hitze auf die landwirtschaftlichen Felder und Grundstücke rund um die Hauptstadt. Foto: ESA – CC BY-SA 3.0 IGO

Auch im Hinblick auf Technologien wie die Navigation autonomer Fahrzeuge sehen Experten Potenzial. Allerdings – und das ist die Krux – bleibt es die Herausforderung, den Bekanntheitsgrad der Leistungsfähigkeit der Satellitendaten zu steigern und entsprechende Allianzen aus Technologie-Experten und Anwendern zu schmieden, innerhalb derer konkrete Lösungen entwickelt werden. Genau dies war eines der Ziele für ZENIT, als 2016 das Kooperationsnetzwerk CopServ (siehe Kasten) startete.

CopServ-Konferenz mit Schwerpunkt Navigation

Im Rahmen dieses Netzwerks findet vom 8. bis 9. Mai 2019 an der Technischen Hochschule Georg Agricola in Bochum die internationale Konferenz „Copernicus meets Galileo“ statt. Damit behandelt die Veranstaltung die Zusammenhänge der zwei großen europäischen Weltraum-Projekte, die sowohl militärischen als auch zivilen Nutzen haben. Thematisiert werden Anwendungen allgemein bei Mobilität zu Wasser, Luft und auf der Schiene und im Besonderen bei selbstfahrenden Autos und Transportfahrzeugen.

Daneben nimmt die Veranstaltung aber auch zusätzlich Geoinformations- Technologien unter die Lupe, wie beispielsweise das Monitoring von Verschiebungen der Erdoberfläche und Veränderungen der Bodenbeschaffenheit. Auch werden Datenzugänge wie Sentinel Hub, Amazon Web Services oder Copernicus Data and Information Access Services (DIAS) und Copernicus Data and Exploitation Platform (CODEDE) diskutiert. Ziel der Veranstaltung ist es, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Dienstleistern aus verschiedenen Bereichen zu fördern und zu unterstützen. „Copernicus meets Galileo“ soll als Plattform den Wissenstransfer zwischen Experten, Dienstleistern und Herstellern sowie Anwendern vorantreiben und zugleich als Handelsplatz für neue Kooperationen dienen. Für das Netzwerken stehen die Business Matching Platform und eine Cooperation Lounge zur Verfügung. (vb)

CopServ – Kooperationsnetzwerk im Dienst von Satellitendaten

CopServ ist ein Netzwerk, das im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Zentrum für Innovation und Technik in Nordrhein- Westfalen (ZENIT) 2016 etabliert wurde. Zwei Ziele sind Kernelement des Kooperationsnetzwerkes: Die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten und Technologiekonzepte auf Basis von Satelliten-Rohdaten sowie die Vermarktung der neuen Lösungen und Produkte. Das CopServ Netzwerk richtet sich an kleine oder mittlere Unternehmen, an Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie an größere Unternehmen als assoziierte Netzwerkpartner. (vb)

www.zenit.de

www.copserv.net