Vegetationsmanagement: DB inspiziert Ingolstadts Schienennetz mit Drohnen

Im Januar unterzeichneten Ingolstadts Bürgermeister Christian Lösel (l.), Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, und Sabina Jeschke, DB-Vorstandsmitglied für Digitalisierung Technik (r.), eine Absichtserklärung für die Drohneninspektion des Gleiskörpers. Foto: Deutsche Bahn

Wo rückt die Vegetation Schienen zu nahe? Wo ist nach einem Unwetter ein Baum auf eine Zugstrecke gefallen oder droht darauf zu stürzen? Welche anderen Schäden sind im Gleiskörper und um ihn herum zu erkennen? Diesen und ähnlichen Fragen stellt sich die Deutsche Bahn tagtäglich. Insgesamt etwa 34.000 Kilometer lang ist das Gleisnetz der DB. Dementsprechend lange dauern die Inspektionsmaßnahmen in der Regel auch. Ein neues Projekt, dessen Anwendung in Ingolstadt nun vor der Realisierung steht, soll hier ansetzen: Künftig sollen die Schienenkontrollen von Drohnen erledigt werden – und zwar autonom, also ohne von einer Zentrale aus gesteuert zu werden.

Ein Flug soll dann zwischen 60 und 90 Minuten dauern, dann kehrt die Drohne automatisch zu ihrem Fliegerhorst zurück. Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts wollen die Stadt, die Technische Hochschule Ingolstadt, der Drohnenhersteller Quantum Systems, die geo-konzept Gesellschaft für Umweltplanung und die Fahrwegdienste GmbH der Deutschen Bahn die Flugsysteme effizient einsetzen. Derzeit ist das Projekt noch nicht zu 100 Prozent genehmigt, wie die Projektpartner mitteilten. Der offizielle Start ist für 2021 geplant. (jr)

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