Solarkataster inklusive detaillierter Kostenanalyse

Mithilfe eines landesweiten Solarkatasters k├Ânnen sich NRWs B├╝rger ├╝ber das solare Potenzial ihrer D├Ącher und/oder Freifl├Ąchen informieren ÔÇô kostenfrei, vollautomatisch und sogar f├╝r das Smartphone optimiert.

Abends in der Bahn auf dem Weg nach Hause, den Kopf voll mit privaten Planungen. Gerade machten wieder Meldungen zu steigenden Energiepreisen von Gas, Strom und ├ľl die Runde. Der Kollege hat neulich von seiner PV-Anlage auf dem eigenen Dach geschw├Ąrmt. Er will sich in K├╝rze ein E-Auto zulegen und dieses mit dem eigenem PV-Strom betreiben. Ob das auch ein Modell f├╝r mein Haus ist? Wichtige Fragen zu Energie, Mobilit├Ąt und Hausversorgung k├Ânnen heutzutage bereits per Smartphone beantwortet werden. Moderne Anwendungen wie ein Solarportal meiner Heimatstadt zeigen nicht nur, wie viel PV-Strom auf dem eigenen Hausdach erzeugt werden k├Ânnte, sondern berechnen auch die Wirtschaftlichkeit.

Einstrahlungsanalyse im Rahmen eines 3D-Modells. Foto: IP SYSCON

Nur f├╝nf Klicks sind notwendig, um sich von der Solarportalseite und dem Ertragsrechner die Stromertr├Ąge, die Kosten und den Gewinn nach 20 Jahren anzeigen zu lassen. In der Schnellberechnung gebe ich nur die Personenanzahl unseres Haushaltes oder unseren Strombedarf an und erhalte ein Ergebnis. Ein solche Anwendung hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen erstellt. Neben dem reinen Erzeugungspotenzial zeigt es auch detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Nutzer k├Ânnen dabei immer wieder die Randbedingungen (etwa den Einsatz energiesparender Ger├Ąte) eingeben und erhalten unmittelbar aktualisierte Ertrags- und Wirtschaftlichkeitszahlen.

Sonne alleine k├Ânnte reichen

Nordrhein-Westfalen ist das einwohnerst├Ąrkste Bundesland Deutschlands. Nirgendwo sonst ist die Bebauung so dicht, nirgendwo ist die Stadtdichte so hoch. Da ist es nur logisch, dass auch der Stromverbrauch in Nordrhein-Westfalen seinesgleichen sucht. Weil gleichzeitig die Strompreise bereits seit Jahren kontinuierlich steigen, hat sich das nordrhein-westf├Ąlische Umweltministerium im Jahr 2018 f├╝r den Aufbau eines fl├Ąchendeckenden Solarkatasters entschieden.

Mithilfe eines solchen Portals sollen die B├╝rger einerseits f├╝r die Nutzung von Solarenergie sensibilisiert werden, andererseits soll es ihnen erleichtert werden, sich f├╝r die Installation einer Solar- oder Photovoltaikanlage zu entscheiden. War es bislang so, dass potenzielle Solarenergie-Nutzer eigenst├Ąndig eine aufw├Ąndige Recherche betreiben mussten, um eine stichhaltige Analyse bez├╝glich des ungef├Ąhren Potenzials einer Solaranlage auf dem eigenen Dach zu erhalten, wird das nun vollautomatisch erledigt. Interessierte B├╝rger m├╝ssen lediglich ihre Adresse, die Personenzahl im Haushalt und den ungef├Ąhren Stromverbrauch pro Jahr angeben, um eine haltbare Aussage ├╝ber das solare Potenzial ihres Daches zu erhalten.

3D-DOM als Basis

In einer Ausschreibung des NRW-Umweltministeriums setzte sich schlie├člich IP SYSCON durch. Das Unternehmen aus Hannover f├╝hrt bereits seit etwa 15 Jahren Solarpotenzialanalysen durch ÔÇô unter anderem f├╝r die St├Ądte Osnabr├╝ck, Bremerhaven und Potsdam sowie den Landkreis Havelland. F├╝r das NRW-Solarkataster nutzte IP SYSCON ├╝ber 211 Milliarden H├Âheninformationen in Form eines digitalen 3D-Oberfl├Ąchenmodells (DOM). Insgesamt analysierte das Unternehmen in Nordrhein-Westfalen das solare Potenzial f├╝r 11,4 Millionen Geb├Ąuded├Ącher und 434.100 Freifl├Ąchen. Das Ergebnis: NRW-weit sind etwa 482 Quadratkilometer geeignete Fl├Ąchen f├╝r die Solarnutzung vorhanden. W├╝rden all diese Fl├Ąchen genutzt werden, k├Ânnten pro Jahr ├╝ber 68 Terawattstunden Strom klimaneutral produziert werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 verbrauchten alle private Haushalte in Nordrhein- Westfalen zusammen lediglich etwa 30 Terawattstunden.

Nutzer k├Ânnen bereits am Smartphone erkennen, wie sich beispielsweise die Anschaffung eines Elektroautos auf die Kostenentwicklung auswirkt. Foto: IP Syscon; pixabay (JESHOOTS)

IP SYSCON reagiert mit dem neu aufgestellten Solarportal und den modernen Ertragsrechnern auf das heutige Nutzerverhalten. Die smarte, schnelle und ├╝bersichtliche Anwendung mit Adresssuche, Potenzialanzeige und wahlweise Schnell- oder Detailberechnung der Wirtschaftlichkeit ist auf mobilen Ger├Ąten m├Âglich. Neben dem responsiven Design zeichnet sich das Solarkataster von IP SYSCON zudem durch seine Vollst├Ąndigkeit aus. So haben die Experten des Hannover Unternehmens etwa unterschiedliche Installationskosten f├╝r verschiedene Anlagen genauso in das Portal integriert wie die Kosten f├╝r einen Ger├╝staufbau und den Einbau eines Z├Ąhlerschrankes im Rahmen der Installation. Auch die Frage, wie sich die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage ver├Ąndert, wenn etwa nach einem Austausch der Haushaltsger├Ąte weniger Strom verbraucht wird, hat IP SYSCON bedacht: Durch die permanente Abfrage der Zwischenergebnisse, die nach jeder ver├Ąnderten Einstellung die Ertrags- und Wirtschaftlichkeitszahlen aktualisiert, wird dargestellt, was Ver├Ąnderungen der Rahmenbedingungen und Verhaltensoptionen f├╝r die Nutzung einer Solaranlage bedeuten. So wird beispielsweise schnell deutlich, dass die Eigenstromnutzung durch ein E-Auto in den meisten F├Ąllen den Gewinn weiter erh├Âhen w├╝rde.

Schnell- und Detailberechnung m├Âglich

Dabei steht das Solarkataster NRW jedem B├╝rger frei zur Verf├╝gung. Mit den Ertragsrechnern PV-Dach, PV-Freifl├Ąche und Solarthermie bietet es Belege f├╝r den Mehrwert der solaren Nutzung. F├╝r Interessierte steht sowohl eine Schnellberechnung als auch eine Detailberechnung zur Verf├╝gung. Zudem hat IP SYSCON unterschiedliche Lastprofile f├╝r verschiedene ├Âffentliche Geb├Ąude wie Schwimmb├Ąder, Freizeiteinrichtungen und Verwaltungsgeb├Ąude erstellt, mithilfe derer auch eine detailreiche Analyse gro├čer Geb├Ąudekomplexe vereinfach wird. (jr)

www.ipsyscon.de
www.energieatlas.nrw.de