Joint-Venture Droniq: Telekom und Deutsche Flugsicherung steigen in Drohnenmarkt ein

Die Deutsche Telekom und die Deutsche Flugsicherung (DFS) haben mit Droniq ein gemeinsames Start-up gegr├╝ndet, um im milliardenschweren Gesch├Ąft mit kommerziellen Drohnen mitmischen zu k├Ânnen. Wie die Wirtschaftswoche unter Berufung auf einen Telekom-Sprecher berichtet, h├Ąlt die DFS die Mehrheit an dem Joint-Venture. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit zwei Jahren an dem Projekt.

Mit Droniq haben die Deutsche Telekom und die Deutsche Flugsicherung ein Start-up gegr├╝ndet, um in den internationalen Drohnenmarkt einsteigen zu k├Ânnen. Foto: pixabay (pixel2013)

Mit Droniq haben die Deutsche Telekom und die Deutsche Flugsicherung ein Start-up gegr├╝ndet, um in den internationalen Drohnenmarkt einsteigen zu k├Ânnen. Foto: pixabay (pixel2013)

Mit Droniq sollen unbemannte Flugger├Ąte (UAV) mithilfe des Mobilfunknetztes und der Luftraum├╝berwachung geortet und erstmals auch aus der Ferne gesteuert werden k├Ânnen, hei├čt es in einer Pressemitteilung der Telekom. Daf├╝r werden die Droniq-UAV mit SIM-Karte und GPS-System ausger├╝stet. Bislang durften Drohnenpiloten ihre Flugger├Ąte nicht au├čerhalb ihrer Sichtweise steuern. Mit der Droniq-Technologie soll sich das nun ├Ąndern.

B2B-Markt im Fokus

Das Start-up zielt jedoch weniger auf Verbraucher als vielmehr auf Sicherheitsbeh├Ârden und Logistiker wie Amazon ab. So pr├╝fen Telekom und DFS derzeit, ob einer Lieferung von Amazon-Paketen mittels der Drohnen umsetzbar ist. Dar├╝ber hinaus soll Droniq die Infrastruktur bieten, damit Energiekonzerne Stromtrassen und Windenergieanlagen ├╝berwachen und auf Sch├Ąden pr├╝fen k├Ânnen. F├╝r solche Konzerne w├Ąren damit deutliche Einsparungen im Vergleich mit den aktuellen ├ťberwachungsfl├╝gen per Hubschrauber m├Âglich.

Rasantes Wachstum

Der Drohnenmarkt w├Ąchst derzeit rasant. Experten zufolge d├╝rfte der kommerzielle Markt f├╝r Drohnen j├Ąhrlich um 34 Prozent auf ein Volumen von bis zu 12,2 Milliarden Dollar 2021 steigen. Amazon-Chef Jeff Bezos hatte vor gut f├╝nf Jahren auch schon Pl├Ąne f├╝r einen Lieferdienst mit autonomen Drohnen vorgestellt, der bisher nicht ├╝ber die Testphase kam.

Vision von Lufttaxis soll Realit├Ąt werden

Auch k├Ânnte Droniq in einigen Jahren Lufttaxis steuern ÔÇô so zumindest die Vision des Joint-Venture. Dank der Droniq-Technologie seien jetzt auch Langstreckenfl├╝ge f├╝r Gesch├Ąftskunden genehmigungsf├Ąhig, erkl├Ąrt die Telekom. Insgesamt erhofft sich das Unternehmen damit den Einstieg in einen milliardenschweren Markt.

Offizieller Start von Droniq soll nach den Sommerferien sein. Die Freigabe durch das Bundeskartellamt liegt jedoch bereits jetzt vor. Der Firmensitz befindet sich in Frankfurt am Main. Ab dem Jahr 2021 plant Droniq die Expansion in weitere europ├Ąische M├Ąrkte wie die Niederlande oder ├ľsterreich. Dort hat die Telekom bereits Tochtergesellschaften. Weitere Details zu Droniq, den Zielen und Technologien sollen Ende Mai bekanntgegeben werden. (jr)

www.droniq.com

www.telekom.de

www.dfs.de