GIS-System und 3D-Daten: Österreichischer Verwaltungspreis für Stadt Wien

Erneut hat die Stadt Wien seine Stellung als Innovationskraft unter Beweis gestellt: Gleich zwei Projekte der Stadt wurden mit dem Österreichischen Verwaltungspreis 2019 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand Mitte Juni in der Österreichischen Nationalbibliothek statt. Insgesamt nahmen 93 Projekte aller Verwaltungsebenen aus dem ganzen Land in fünf Kategorien an dem Wettbewerb, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam innovativ“ stattfand, teil. Mit den Projekten „Grünraummanagement der Wiener Stadtgärten“ sowie „Wien gibt Raum“ wurde die Stadt Wien in zwei der fünf Kategorien zur Siegerin gekürt worden.
Die Wiener Stadtgärten setzten sich mit ihrem Projekt in der Kategorie „Führung und Steuerung für mehr Effizienz“ durch. Dabei wurde ein betriebswirtschaftlich zentrales Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem für alle von den Stadtgärten betreuten Anlagen implementiert. Mittels einer Softwarelösung wurden Grünflächen-, Baum-, und Spielgerätekataster sowie alle von den Stadtgärten betreuten Grünflächen, Bäume und Spielgeräte zusammengeführt und in einem Geoinformationssystem (GIS) verortet. Diese Daten sind nun für die Planung, Steuerung und den Betrieb online und zentral verfügbar. Vor Ort können die ArbeiterInnen via Smartphone ihre Pflegearbeiten mobil erfassen und sollen zukünftig auch Aufträge direkt erhalten bzw. rückmelden.
In der Kategorie „Innovatives Servicedesign und digitale Services“ gewann das Projekt „Wien gibt Raum“. Es erarbeitet Erleichterungen für die Nutzung der nur begrenzt verfügbaren öffentlichen Flächen. Mit „Wien gibt Raum“ implementiert die Stadt Wien eine Lösung, die Prozesse zur Nutzung öffentlicher Flächen von der Kundenschnittstelle aus neu denkt: Ausgehend von einem One-Stop-Shop werden Informationen und Antragsmöglichkeiten für KundInnen geschaffen. Diese werden nahtlos in ein dienststellenübergreifendes Fachinformationssystem überführt, das den Austausch zwischen allen Abteilungen neu organisiert. Unterstützt werden die Dienststellen hier von 3D-Geodaten, die virtuelle Lokalaugenscheine ermöglichen. Eine automatisierte Schnittstelle zur Verrechnung sowie eine mobile Lösung zur Bestandskontrolle stellen den gesamten Genehmigungsprozess neu auf. (jr)