„Wien gibt Raum”: iNovitas-Lösung infra3DCity Service veredelt Vermessungsdaten

Der Magistrat der Stadt Wien setzt seit Oktober 2018 auf den von iNovitas entwickelten infra3DCity Service. Damit können alle städtischen Mitarbeiter Entscheidungsgrundlagen im öffentlichen Raum jederzeit und mit kleinstmöglichem Aufwand beschaffen und mit Partnern und Interessensgruppen teilen. Dies alles ohne zeit- und wetterabhängige Begehungen vor Ort organisieren zu müssen.

Der Kappazunder-infra3DCity Service soll den Magistrat der Stadt Wien bei der Verwaltung öffentlicher Räume unterstützen. Der Dienst steht dabei verschiedenen Abteilungen für unterschiedliche Aufgaben gemeinsam zur Verfügung. Foto: iNovitas AG

Der Kappazunder-infra3DCity Service soll den Magistrat der Stadt Wien bei der Verwaltung öffentlicher Räume unterstützen. Der Dienst steht dabei verschiedenen Abteilungen für unterschiedliche Aufgaben gemeinsam zur Verfügung. Foto: iNovitas AG

Der Naschmarkt in der österreichischen Hauptstadt Wien ist nicht nur ein Touristenmagnet, sondern liegt mit der Wienzeile auch an einer der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsachsen. Dieser öffentliche Raum ist für Wien wie für alle Städte und Gemeinden ein äußerst wertvolles und gleichzeitig begrenztes Gut. Die effiziente Gestaltung, Nutzung und Verwaltung sind daher auch für den Magistrat der Stadt Wien von zentraler Bedeutung. Dies schafft einen hohen Verwaltungsaufwand, denn Bürger und Unternehmen sind beispielsweise verpflichtet, Bewilligungen für die Benutzung des öffentlichen Raums einzureichen. Für viele offizielle Genehmigungsverfahren sind sogar Inspektionen vor Ort notwendig, um eine Grundlage für Entscheidungen oder Gutachten zu erhalten. Vor diesem Hintergrund hat der Magistrat der Stadt Wien das Projekt „Wien gibt Raum“ ins Leben gerufen. Darin werden Zuständigkeiten für die Genehmigung und Verwaltung von Objekten im öffentlichen Raum auf digitaler Basis neu organisiert.

Eine wichtige Grundlage dafür ist die vermessungstechnische Erfassung der bestehenden Objekte im öffentlichen Raum durch eine Mobile Mapping-Kampagne, die durch die Stadtvermessung Wien initiiert wurde. Im ersten Schritt wurde das gesamte Wiener Stadtgebiet auf einer Befahrungslänge von etwa 4.200 km bildbasiert und dreidimensional digitalisiert. Diese Daten wurden von der Firma iNovitas AG entsprechend veredelt und seit Oktober 2018 über den infra3DCity Service innerhalb der stätischen Verwaltung web-basiert zur Verfügung gestellt. In Wien trägt dieser Service den Namen Kappazunder, über welchen ein hochpräzises und dreidimensionales digitales Abbild des öffentlichen Straßenraums jederzeit und ortsunabhängig zur Verfügung steht. Der 3D-Geo-Bilddatendienst beinhaltet etwa 30 Millionen 3D-Bilder. Diese sind mit einer Genauigkeit von weniger als zehn Zentimetern verortet.

Situation vor Ort direkt digital

Die Stadtvermessung des Magistrats hostet den Kappazunder auf ihrer lokalen IT-Infrastruktur. Mittlerweile nutzen nach Angaben des Magistrats über 1.000 Personen der Stadtverwaltung den Dienst für unterschiedlichste Aufgaben. So setzt der Stadtservice Wien den Service beispielsweise dafür ein, um zu Anliegen von Bürgern ein erstes Bild der Situation zu erhalten – ohne dabei Mitarbeiter vor Ort zu schicken. Die Abteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten nutzt den Bilddatendienst für Genehmigungsverfahren zu Objekten im öffentlichen Raum. Die Stadtvermessung konnte nach eigener Auskunft in den Bilddaten innerhalb kurzer Zeit das Werbeträgerinventar im gesamten Stadtgebiet digitalisieren. Diese Daten nutzt nun die Abteilung Architektur und Stadtgestaltung als Grundlage für ein neues Werbekonzept.

„Der Kappazunder – infra3DCity Service – ist ein gutes Tool zur Digitalisierung und Optimierung diverser Verwaltungsprozesse im öffentlichen Raum“, resümiert Dr. Lothar Eysn von der Stadtvermessung der Stadt Wien. „Die ortsunabhängige und permanente Verfügbarkeit des öffentlichen städtischen Raums bietet die Möglichkeit von virtuellen Ortsbegehungen und die Extraktion und Verarbeitung verschiedenster Informationen.“ Die bisherigen Auswertungen in Kappazunder seien innerhalb weniger Monate von einem internen Team vorgenommen und die Daten über den Service direkt in der zentralen Geodaten-Infrastruktur des Magistrats erfasst worden. (vb)

Halle 1, Stand F1.050

www.wiengibtraum.at

www.inovitas.ch