WebGIS von WIGeoGIS: In drei Schritten zur Standortanalyse

Standortanalysen und -verwaltung vollständig abzubilden ist heutzutage auch ohne Zugriff auf die zahlreichen Funktionen eines Desktop-GIS möglich. Dass diese in drei einfachen Schritten auf Knopfdruck möglich sind, zeigt WIGeoGIS.

Die drei wichtigsten Kriterien für die Standortanalyse: Lage, Lage, Lage. Dieses aus der Immobilienszene bekannte Bonmot ist genauso wahr wie unvollständig. Denn die Einschätzungen zur Qualität eines Standorts sind komplex und oft subjektiv. GIS-Systeme sind bekannt dafür, dass sie als einzige Softwaregattung die Möglichkeit bieten, mit objektiven Bewertungsverfahren systematische und damit vergleichbare Erkenntnisse zu erzielen. Harte Fakten also, die für Expansionsplaner und Marktanalysten unabdingbar sind.

Dass das komplette Besteck an solchen Analysen heute webbasiert zur Verfügung gestellt werden kann, davon ist das Unternehmen WIGeoGIS überzeugt. Vom einfachen Test bis zur komplexen Analyse: „Der Trend geht dazu, alle Funktionen und Daten in die Cloud zu verlagern und auf diesem Wege schlanke, effiziente und kostengünstige Standortbewertungen überall und sofort zur Verfügung zu stellen“, sagt Wolf Graf, Geschäftsführer von WIGeoGIS mit Büros in Wien und München.

Bei der Analyse werden die Einzugsgebiete nach Fahr- oder Gehzeit berechnet oder auch manuell als Polygon, Rechteck oder Kreis eingegeben, je nach Bedarf. Foto: WiGeoGIS

Bei der Analyse werden die Einzugsgebiete nach Fahr- oder Gehzeit berechnet oder auch manuell als Polygon, Rechteck oder Kreis eingegeben, je nach Bedarf. Foto: WiGeoGIS

WIGeoStandort nennt sich die Lösung des Unternehmens für solche Aufgabenstellungen. Dahinter verbirgt sich ein webbasiertes GIS zur Standortanalyse und Standortbewertung. Typische Kunden kommen aus den Bereichen filialisierter Handel, Banken und Sparkassen, Systemgastronomie und Franchise-Systemen.Die Skalierbarkeit ist quasi beliebig – und dies bezieht sich nicht nur im Sinne von Big Data auf die herangezogene Datenmenge und deren Komplexität, sondern betrifft die Produktstruktur selbst. Kunden können bereits mit einer einfachen, schnellen Analyse starten, sich einfach einloggen und eine kostenlose Testanalyse durchführen. Standort eingeben, Einzugsgebiete auswählen (isochrone oder auch manuell) und dann Standortanalyse per Knopfdruck anfordern – so einfach kann der Vorgang beschrieben werden. Das Ergebnis liegt maximal drei Minuten später vor.

Von dort aus geht es in beliebigen Komplexitätsstufen weiter. Ergänzend können Unternehmen bei WIGeoStandort auch ihre eigenen Daten, etwa weitere Standortdaten, Umsätze etc., eingeben und bekommen so bereits eine tiefer gehende Einsicht in Marktprozesse.

Migration in die Cloud

Bestehende Kunden des Unternehmens migrieren zunehmend aus der Welt des Desktop-GIS in Cloud-Ansätze. Bei solchen Fällen besteht die Herausforderung darin, die umfangreichen Funktionen, die in Desktop-GIS traditionell enthalten sind, auch sinnvoll als Software-as-a-Service (SaaS) abzubilden. An dieser Stelle ist auch die Rolle als Anwendungsentwickler von WIGeoGIS wichtig, denn besonders in der Cloud steht die optimale Anpassung der Lösung im Fokus.

So zum Beispiel bei dem Kundenprojekt der ANWR GROUP, einer genossenschaftlich geführten Handelskooperation, die mehr als 6.000 selbständige Händler der Branchen Schuhe, Sportartikel und Lederwaren mit Dienstleistungen unterstützt. Dazu gehören Einkauf, Digitalisierung und Marketing. Die Abteilung Expansion von ANWR hat die Aufgabe, zwischen Einzelhändlern und Standortanbietern zu vermitteln. So landen jede Woche beispielsweise rund 75 Immobilienangebote auf den Tischen von Sabri Laassidi, Bereichsleiter Expansion, und seinem Team. Diese Angebote müssen nicht nur schnell und systematisch bewertet, sondern auch effizient gespeichert und gemanagt werden.

Genau diese Chance bot sich für die Gruppe, als das Unternehmen seine bisherige hybride GIS-Systemlandschaft, bestehend aus einer Desktop-GIS-Lösung und der Weberweiterung von WIGeoGIS, komplett in die Cloud migrierte. In dem Zuge wurde das Add-in „Immotool“ entwickelt, welches auf der Lösung WIGeoStandort basiert und individuell von WIGeoGIS weiterentwickelt wurde.

Hintergrund war eine Migration, die funktional dem Desktop-GIS in Nichts nachstand – eine große Herausforderung. Denn da die bestehende Desktop-Lösung nicht in dem erwartbaren Kostenrahmen migriert werden konnte, musste die neue Weblösung die „fehlenden“ Funktionen ebenfalls abbilden können. „WIGeoGIS hat verstanden, was wir wirklich brauchen, und das umgesetzt. Wir haben nun ein schlankeres, noch effektiveres Tool, dessen Bedienung einfacher ist“, sagt Laassidi.

Die Web-Funktionen der ANWR Group

Zentraler Datensatz ist dabei die Adresse der Immobilie. Kommt ein Angebot herein, wird die Adresse zunächst geocodiert und kann damit auf einer Landkarte visualisiert werden. So wird – in Verbindung mit WIGeoStandort – auf einen Blick sichtbar, welche Händler sich in der Nähe befinden. Alle Dokumente wie Exposés, Mietverträge usw. sowie das Feedback des besichtigenden Außendienstmitarbeiters sind über die Adresse zentral abrufbar.

Sucht umgekehrt ein Händler eine Immobilie, gibt die Software mittels entsprechender Filterung die passenden Angebote aus. „Ich könnte zum Beispiel abfragen, welche Angebote wir in den letzten zwei Monaten in Stuttgart, innerhalb des definierten Einzugsgebietes eines expansionswilligen Schuhhändlers, hineinbekommen haben“, sagt Laassidi. „Früher hatten wir alles in Ordnern in unserem Mailprogramm organisiert, es dauerte Stunden, eine solche Anfrage zu bearbeiten. Mit dem Immotool brauchen wir dazu nicht einmal eine Minute.“ (sg)

www.wigeogis.com