Seit 01. April: Neue Anwendungen und Datenprodukte bei CODE-DE

Das Erdbeobachtungsprogramm CODE-DE bietet seit dem 01. April neue Anwendungen und Datenprodukte sowie eine optimierte Sicherheit bei der Cloud-Nutzung. Das gab das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bekannt. „Viele neue Dienste ergänzen jetzt das bisherige Angebot“, sagt Dr. Michael Schmidt, CODE-DE-Projektleiter beim DLR. „Das Portal bietet nun zudem unbeschränkten Zugang auf die Daten der Satelliten Sentinel-1, -2, -3 und -5p des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.“ Gleichzeitig bleibe die Nutzung des Programms für Wissenschaftler und Nutzer staatlicher Einrichtungen weiterhin kostenfrei.

Einer der neuen Dienste ist der MAJA-Prozessor (Maccs Actor Joint Algorithm), der die Bilder von Sentinel-2 in einer atmosphärenkorrigierten Version bereitstellt. Dabei werden die Effekte, welche die Atmosphäre auf die Aufnahme des optischen Satelliten hat – etwa die Streuung und die Absorption elektromagnetischer Strahlung durch den Wasserdampfgehalt in den unteren Atmosphärenschichten –, laut DLR herausgerechnet.

Ein Sentinel-2-Satellitenbild vom Bodensee. Foto: European Space Agency (ESA)

Ein Sentinel-2-Satellitenbild vom Bodensee. Foto: European Space Agency (ESA)

Neu ist auch das „Monatliche Bildmosaik“. Hierbei wird aus aktuellen Aufnahmen des Sentinel-1-Satelliten jeden Monat ein flächendeckendes Deutschlandbild zum kostenlosen Download angeboten. Zudem bietet CODE-DE nun auch ein interferometrisches Sentinel-1 Produkt, bei dem durch das Prozessieren der hochgenauen Radardaten nach DLR-Angaben selbst kleinteilige Veränderungen wie etwa Bodenbewegungen, Änderungen der Bodenfeuchte oder durch Sturm verursachte Schäden auf der Erdoberfläche sichtbar gemacht werden können.

Zudem ist eine Sentinel-2-Wolkenmaske seit dem 01. April regelmäßig abrufbar. Wolken und Schneeflächen sind auf den Satellitenbildern oft nur schwer voneinander zu unterscheiden. Dies wird nun durch die Wolkenmaske erleichtert, die es ermöglichen soll, die wolkenfreie Landfläche zu erkennen und so die Datenauswertung zu vereinfachen. Ebenfalls neu ist die Anwendung „Jupyter Hub“, mit der, so Dr. Michael Schmidt, interaktive Programmcodes, Visualisierungen und Informationen zur jeweiligen Anwendung bereitgestellt werden sollen. Den Nutzern von CODE-DE steht neuerdings zudem eine Telefonhotline zur Verfügung, die eine schnelle und individuelle Hilfe bei allen Fragen zum Portal und den Anwendungen gewährleistet. (jr)

www.dlr.de