Interdisziplinäres Wissenschaftlerteam arbeitet an Corona-Abwassermonitoring

Ein Team von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) und der TU Dresden arbeitet daran, aus Abwasserproben unterschiedlich stark mit dem Coronavirus betroffener Bevölkerungsschichten den Gesamtinfektionsgrad im Einzugsgebiet von Kläranlagen zu erfassen. Ziel ist es, die

Zwei Kanalarbeiter nehmen eine Abwasserprobe im Kanal. Foto: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA)/Jürgen Lösel

Zwei Kanalarbeiter nehmen eine Abwasserprobe im Kanal. Foto: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA)/Jürgen Lösel

Dunkelziffer der an Covid-19 Erkrankten zu bestimmen. In der zweiten Maihälfte soll dafür mit circa 20 Kläranlagen ein Probebetrieb mit täglicher Probenahme beginnen. Derzeit arbeiten die Wissenschaftler am „Bottleneck“ des Monitorings und an der Optimierung der Probenaufbereitung. Dabei werden drei Aufbereitungsmöglichkeiten parallel auf ihre Leistungsfähigkeit getestet: die Gefriertrocknung, die Säulenfiltration und die Polyethylenglycolfällung. Anhand des in Deutschland dokumentierten Leitungsnetzes kann im weiteren Verlauf das jeweilige Einzugsgebiet bestimmt werden. Neben dem UFZ, der DWA und der TU Dresden sind die Kläranlagenbetreiber von 23 Städten sowie der Wasserverband Eifel-Rur an dem Projekt beteiligt.

www.dwa.de