Neue Forschungsobservatorium: DLR will Weltraumschrott bis 10 Zentimeter Größe scannen

Foto: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Mit einem neuen Forschungsobservatorium will das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Flugbahn und Beschaffenheit von Objekten in erdnahen Umlaufbahnen möglichst schnell, präzise und zuverlässig zu bestimmen. Das Teleskop soll kleinere Objekte als bisher möglich identifizieren: Konkret sollen Objekte, die bis zu zehn Zentimeter klein sind, erfasst, geortet und bestimmt werden. Die Bauarbeiten für das optische Großteleskop mit dem Projektnamen MS-LART (Multi-Spectral Large Aperture Receiver Telescope, Multispektrales Empfangsteleskop) beginnen Ende Mai 2020 auf dem Innovationscampus Empfingen im Nordschwarzwald.

In einem 15 Meter hohen Rundturm mit drehbarer Kuppel wird das Teleskop mit einem Primärspiegeldurchmesser von 1,75 Metern untergebracht sein. So sollen auch zukünftig Zusammenstöße, zum Beispiel von Weltraumschrott mit Satelliten, vermieden werden. Im Fokus steht die hochgenaue Entfernungsmessung mit Hilfe spezieller Laser.

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