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Das Ende der Parkuhr ?

Parkscheine per Handy bezahlen ist ein Trend im Mobile Paying, dersich immer mehr durchsetzt.

Das Auto geparkt, schnell das Mobiltelefon gezückt und einen Parkschein gelöst – Handyparken bieten immer mehr Städte und Gemeinden an. Das Ticket per SMS oder Anruf hat sich seit seiner gesetzlichen Anerkennung 2007 in Deutschland vor allem beim Parken an der Straße etabliert. Anwohner oder Parkhausbesucher können noch nicht mobil ein Ticket lösen, hier fehlen noch entsprechende technische Umsetzungen.

54 Gemeinden bieten Handyparken an

Zur Zeit nutzen rund 50.000 Menschen in Deutschland die Möglichkeit des Handyparkens, in Berlin sind es drei Prozent der Parker, in Graz zwei Prozent. Die sogenannte Parkraumbewirtschaftung ist Sache der Kommunen, sie erlauben einem oder mehreren Systemanbietern, das Parken per Mobiltelefon umzusetzen. Handyparken gibt es inzwischen in 54 Gemeinden, also nicht nur in großen Metropolen wie Berlin oder Köln, sondern auch in vielen kleineren Orten.

Die Vorteile der Ticket-Buchung übers Mobiltelefon für den Bürger: Keine umständliche Suche nach Kleingeld mehr, außerdem muss man nicht zum Auto sprinten, um die Parkzeit zu verlängern, sondern kann dies per SMS oder Anruf tun. Nebenbei sinkt auch die Gefahr, ein Knöllchen zu bekommen. Der Parkschein übers Handy kostet genauso viel wie ein normales Ticket, allerdings fällt bei den meisten Anbietern zusätzlich noch eine geringe Gebühr für den Service an. In der Regel wird sie pro Parkvorgang, manchmal auch als monatliche Pauschale (Flatrate) abgerechnet.

Manche Anbieter sind für den Parker kostenfrei (über Umsonst-SMS oder kostenfreie 0800-Nummern), bei anderen Systembetreibern kostet der Parkvorgang zwischen 3 und 25 Cent. Es gibt auch erste Ansätze, bei denen aufs Handy geschickte Werbung die Servicegebühr kompensiert. Die Kommunen bezahlen gar nichts oder einen Teil der Parkgebühren an die Systemanbieter. Die Stadt Köln beispielsweise hat sich für ein System entschieden, was keine Kosten beim Steuerzahler verursacht. „Die Parkgebühren gehen komplett an die Stadt“, erklärt Thomas Weil vom Kölner Amt für Straßen und Verkehrstechnik. Ein Grund für die Einführung des Handyparkens: „Wir wollen langfristig weg von der Münze hin zu Karten- oder Mobilzahlung“, so Weil. Denn die regelmäßige Wartung und Leerung von Münzapparaten kostet. Die Erfahrungen seien „durchweg positiv“, allerdings „schwächelt es noch an der Durchsetzung des Marktes“, formuliert es Weil vorsichtig.

Registrierung oder nicht?

Es gibt grundsätzlich zwei Modelle, wie Handyparken funktioniert: Mit oder ohne Registrierung. Zwischen den Anbietern dieser beiden Philosophien hat sich ein harter Wettbewerb darum entwickelt, welches System sich durchsetzen wird. Die registrierungspflichtigen Anbieter haben sich über die Plattform Telematics Pro zusammengeschlossen, damit Handyparken-Kunden sich nur einmalig registrieren und ihre Daten hinterlegen müssen. In Köln beispielsweise gibt es acht Anbieter, Handyparker müssen sich aber nur einmal für alle auf der Telematics-Pro-Plattform registrieren. Vorteile dieses Modells: Die Abrechnung erfolgt minutengenau, monatlich bekommt der Kunde eine Übersicht über seine Parkgebühren, bezahlt wird per Kreditkarte oder Bankeinzug. Hier liegt aber auch ein Nachteil des Systems, denn der Nutzer muss, bevor er per Handy bezahlen kann, bei der Registrierung im Internet persönliche Daten angeben - neben Handynummer und Autokennzeichen auch die Kontodaten. Bevor der Nutzer sein Auto parkt, schickt er eine SMS an den Betreiber oder ruft mit seinem registrierten Mobiltelefon dort an, um die Nummer seiner Handyparkzone zu übermitteln.

Diese steht auf dem Parkautomaten oder auf dem Parkschild. Durch einen zweiten Anruf oder eine SMS wird der Parkvorgang beendet. Registrierungsfreies Parken bietet unter anderem die Firma Sunhill an, in mehr als 20 Städten Deutschlands. Hier schicken Nutzer eine SMS mit dem Autokennzeichen und der Parkdauer in Minuten an Sunhill, die Abrechnung erfolgt über den Mobilfunkanbieter des Handyparkers. Sunhill ist der einzige der größeren Anbieter, der nicht bei Telematics Pro Mitglied ist. Denn hinter dem System steht ein anderes Konzept: „Bei uns muss man sich nicht anmelden und etwa Kontodaten angeben“, erklärt Sunhill-Sprecherin Claudia Pintus. Beide Modelle existieren nebeneinander und es ist noch nicht absehbar, welches sich durchsetzen wird. So gibt es auch die Mischform von Telematics- Pro-Mitglied Mobile City-Trabold, der ein kombiniertes Parksystem mit und ohne Registrierung anbietet.

Die Kontrolle der Autos, die Handyparken nutzen, übernimmt die Kommune. Die Kontrolleure müssen dafür über Datenfunk beim Betreiber anfragen, ob ein Handyparkvorgang ausgelöst wurde. Dazu gleicht der Betreiber das Kfz-Kennzeichen ab, das der Kontrolleur geschickt hat. Um den Ordnungskräften die Arbeit zu erleichtern, hat Telematics Pro eine Vignette eingeführt. Diese erhält jeder neue Nutzer nach seiner Registrierung. Im Auto sichtbar ausgelegt, identifiziert ihn diese Vignette als Handyparker. Besonders in Städten gibt es deshalb meist registrierungspflichtige Dienste: „In einer Stadt wie Berlin können die Politessen nicht alle Autos ohne Parkschein überprüfen“, erklärt Joachim Wahle von Telematics Pro. Sunhill bietet diesen Service nicht und ist deshalb wohl eher in kleineren Kommunen verbreitet. Zukünftige Anwendungsmöglichkeiten des Handyparkens sehen Experten bei Parkhäusern und Anwohnerparken. Auch eine Verbindung mit Navigation ist denkbar. (as)

 

Handyparken-Anbieter

Mitglieder bei Telematics Pro:

Parkmobile Deutschland: www.parkmobile.de

Callpark: www.callpark.de

Mobilzahlen: www.mobilzahlen.de

PIN Produktinnovative Marketing-GmbH: www.park-o-pin.de

Easypark: www.easypark.de

Mobydom: www.mobydom.de

Simty: www.simty.de

Mobile City-Trabold: www.mobilecity.de

Parkfoxx: www.parkfoxx.de

Sonstige Systembetreiber:

Sunhill: www.sunhill-technologies.com

Dialogs (nur in Castrop-Rauxel):

www.dialogs.de

 


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  • BGGeomatics 2012-02-03 07:58:37
    Focus3D S mit neuen Funktionen http://t.co/y7CvxxfJ
  • bigaltami 2012-02-03 03:38:32
    “@athenakatherine: Studied Nursing, Geography, Geomatics, and Business. Making a career out of Partying. Thank you post-secondary!” AMAZING!

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