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Blockhäuser mit Dach

Das HLBG will ein landesweites 3D-Gebäudemodell für Hessen aufbauen. Die Basis bilden Airborne-Laserscanning-Daten. Die Fertigstellung ist für 2013 geplant.

Das Vorhaben in Hessen geht auf einen Beschluss der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder (AdV) im Jahr 2010 zurück. Die AdV hatte damit den Startschuss zum bundesweiten Aufbau von 3D-Gebäudemodellen im Level of Detail (LoD) 1 gegeben. Angestrebt wird, diese ab 2013 bundesweit einheitlich bereitzustellen. Seitdem sind die Bundesländer damit beschäftigt, dieses Ziel umzusetzen.

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Ein Dach über dem Kopf: Damit will das Bundesland Hessen in seinem 3D-Gebäudemodell trumphen. Es wird angestrebt das Modell im LoD 2 bereitzustellen.
Bild: HLBG

Hessen hat sich in diesem Rahmen vorgenommen, bis 2013 ein 3DGebäudemodell im LoD 2 aufzubauen – die erfassten Gebäude sollen also als Blockmodell mit Standarddachformen vorliegen. Die administrative und technische Abwicklung dieses Vorhabens erfolgt durch das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG), Dezernat Topographie und Fernerkundung.

Neben der Erfüllung der Kernaufgabe des deutschen Vermessungswesens – dazu gehört die Erhebung und Pflege der Geobasisdaten der topographischen Landesaufnahmen und die Führung des Liegenschaftskatasters – hält Gerd Köhler vom HLBG noch andere Faktoren für entscheidend, wenn es um die Motivation für die Erstellung eines flächendeckenden 3D-Gebäudemodells geht. „Wir registrierten ein gestiegenes Nutzerinteresse, etwa bei Simulation von Szenarien wie Hochwasser. Aber auch Analysen zum Beispiel vom Solarpotenzial lassen sich auf der Grundlage eines solchen Modells durchführen“, erläutert der diplomierte Vermessungsingenieur. Ein zunehmender Automatisierungsgrad bei der Erstellung begünstigte zudem den Plan Hessens. Die Basis bilden Laserscanning-Daten, die bereits für große Teile des Landes Hessen zur Verfügung stehen. Als weitere grundlegende Informationsquellen konnte sich das HLBG auf das aus den Laserscanning- Daten abgeleitete Digitale Geländemodell 1 (DGM) und ALKISDaten (Gebäudegrundrisse) berufen.

Der Zeitraum für die Laserscan-Flüge wurde in die Wintermonate von 2009 bis 2011 gelegt. Auch in 2012 sollen noch Erfassungsflüge stattfinden. Insgesamt gilt es eine Fläche von rund 22.000 Quadratkilometern zu erfassen. Aktuell haben die beauftragten Dienstleister 60 Prozent von Hessen mit Vermessungsflugzeugen beflogen, sodass dem HLBG bereits für nahezu zwei Drittel der Landesfläche Scan- Ergebnisse vorliegen. Bei mindestens vier Messpunkten pro Quadratmeter und einer Lagegenauigkeit von 50 und einer Höhengenauigkeit von rund 30 beziehungsweise 15 Zentimetern ergeben sich ein DGM sowie ein Digitales Oberflächenmodell (DOM) mit einer Gitterweite von einem Meter.

Unterstützung bekam Köhler und sein Team von den 3D-Visualisierungsexperten von M.O.S.S. Computer Grafik Systeme. Das Unternehmen lieferte die Software Novafactory 3D Pro für die Produktion der 3D-Gebäudemodelle.

Von der Datenbasis werden mittels des Building Generators, einem Tool aus dem Hause Trimble, Rohdaten von Gebäuden abgeleitet. Die Software Novafactory sorgt im Weiteren dafür, dass daraus Modelldaten der Gebäude prozessiert werden können. Mittels des 3D-GDI-Moduls können die 3D-Daten vertrieben und weiterhin veredelt werden. Es lassen sich beispielsweise die gewünschten Analysen, etwa das Solarpotenzial, integriert darstellen. Die Gebäudeinformationen liegen letztlich im offenen Format CityGML vor. „Rund 70 bis 80 Prozent der Gebäude können in der Detailstufe LoD 2 vollautomatisch abgeleitet werden“, so Köhler, „diesen Anteil gilt es aber noch zu erhöhen.“ Das soll zum einen durch interaktive Bearbeitung erreicht werden, zum anderen durch die Optimierung der automatischen Verfahren. Ein bereits angelegtes Fortführungskonzept sieht darüber hinaus die Luftbildauswertung und gegebenenfalls terrestrische Verfahren vor. Auch die integrierte Führung in den Strukturen des amtlichen Liegenschaftskatasters (ALKIS) ist in Zukunft denkbar. (jl)

www.hvbg.hessen.de

 

 


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Ihr Eintrag im Unternehmensspiegel 2012

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