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Bei der Spedition Benntrans Verkehrs-Logistik werden nicht nur die Fahrzeuge,
sondern auch die Position der Trailer bestimmt.
Foto: Benntrans
Für den Geschäftsführer Erich Franke gilt dabei: „Satellitensystem ist nicht gleich Satellitensystem.“ So nutzen die Terminals von Afusoft einen geostationären Satelliten, um ihre Signale zu senden und zu empfangen. Dies garantiert laut Hersteller eine lückenlose Verfügbarkeit rund um die Uhr. „Anders als umlaufende Satelliten befindet sich ein geostationärer Satellit immer an der gleichen Stelle und ist somit immer ansprechbar“, erläutert der Experte für mobile Kommunikation. Dabei müsse man unterscheiden zwischen der Satellitenkommunikation und der Navigation. Letztere sorgt nur für die Positionsbestimmung des Fahrzeuges. Damit die errechneten Positionsdaten dann auch an eine zentrale Leitstelle übertragen werden können, benötigt man den Mobilfunk oder bei europaweit flächendeckender Verfügbarkeit die Satellitenkommunikation, mit denen das Senden und Empfangen von Daten möglich ist.
Unterscheiden müsse man jedoch den Einsatzzweck seiner Geräte. Bei nationalen Vorhaben innerhalb eines Landes sei die Übertragung per Mobilfunk häufig die kostengünstigste Alternative. „Selbst mehrere tausend Standortabfragen ergeben Kosten von wenigen Euro“, betont Franke. Bei internationalen Vorhaben über Landesgrenzen hinaus stelle sich der Kostenaufwand anders dar. Hier sei die Übertragung über geostationäre Satelliten meistens die bessere Wahl, zum Beispiel bei Internationalen Transporten, Yachten oder wertvollen Mietfahrzeugen. Die Verbindung stehe so 24 Stunden ohne Versorgungslücken und habe im gesamten Operationsgebiet gleich günstige Kosten.
Für die im Einsatz befindlichen Kühlcontainer mit der empfindlichen Ware ist die Raumtemperatur jederzeit via Satellit online abrufbar. Besonders bei dem Transport von Klebstoffen kommt das System zum Tragen, denn hier darf die Transporttemperatur einen bestimmten Bereich nicht verlassen. „Die Temperatursensoren sind mit dem Satellitenmodul verbunden, so dass nicht nur die Position des Trailers, sondern auch die aktuelle Kühltemperatur jederzeit ersichtlich ist“, berichtet EDV-Leiter Michael Clemenz. Bei Benntrans ist auch eine Softwarelösung für das Flottenmanagement im Einsatz, die die aktuelle Position der Fahrzeuge ermittelt. „Das System von Afusoft dient dabei als Ergänzung, denn es liefert die Daten für die Trailer. Da diese oft das Fahrzeug wechseln und auch mal längere Zeit bei unseren Kunden stehen können, ist es wichtig für uns, auch deren genaue Position zu kennen.“ Zum Einsatz kommen bei Benntrans nun die nur zwei Zentimeter flachen Gehäuse der neusten Baureihe MT3300, die sich europaweit autonom einsetzen lassen und nahtlos in den Vertiefungen von Trailern eingebaut sind. Im wasserdichten Gehäuse befinden sich Sender, Empfänger sowie eine integrierte Antenne für die Satellitensignale. Die Lithiumbatterien dieses Terminals haben laut Angaben von Afusoft bei zwei Meldungen pro Tag eine Lebensdauer von etwa fünf Jahren.
Im Moment sind etwa 30 dieser Systeme bei der mittelständischen Spedition im Einsatz. „Da aber alle neuen Trailer mit dem System ausgestattet werden, werden in absehbarer Zeit die Trailer des gesamten Fuhrparks per Satellit ortbar sein“, berichtet Clemenz. Das Speditionsunternehmen, das auf europaweite Komplettladungstransporte spezialisiert ist, ist durch den parallelen Einsatz des Flottenmanagement-Systems im Bereich mittelständischer Spediteure ein so genannter Early Adaptor. Clemenz sieht dies vor allem in der Technologiebegeisterung seines Geschäftsführers Karl Heinz Klöser begründet, der von seinen Geschäftsreisen insbesondere in die USA immer neue Ideen mitbringe. Clemenz Aufgabe ist es, zu überprüfen, ob eine praxistaugliche Lösung auf dem Markt vorhanden ist. (sg)
www.afusoft.com
www.benntrans.com