


Werbung auf dem Handy kann nur erfolgreich sein, wenn sie auf die persönlichen Interessen des Kunden eingeht.
Ist das Thema für den Empfänger uninteressant, fühlt er sich schnell belästigt.
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Laut Studie reagieren die Handynutzer sehr empfindlich auf Spam auf ihrem Mobiltelefon, da das Handy einen noch persönlicheren Charakter als die E-Mail- Adresse besitzt. Nicht umsonst fordert die europäische Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation 2002/58/EG, dass potentielle Empfänger von Handywerbung eine Einverständniserklärung darüber abgeben müssen, dass sie diese Dienste erhalten möchten. Um nicht in die Spam-Falle zu laufen, raten die Augsburger Mobile Commerce Forscher, auf so genannte Pull-Kampagnen zu setzen, bei denen der Nutzer die Werbebotschaft explizit anfordert. Über 95 Prozent der in der Studie befragten Experten empfehlen, die Kunden mit On-Packs, das sind Aufdrucke auf Produktverpackungen, auf mobile Werbekampagnen aufmerksam zu machen.
Allerdings ist die Personengruppe, für die Mobile Marketing in Frage kommt, klar eingeschränkt: Wer kein Handy besitzt, kommt für digitale Werbemaßnahmen nicht in Frage. Zu den relevanten Zielgruppen für Mobile Marketing gibt es seit 2005 nähere Erkenntnisse. Die Agentur Proximity Germany stellte in einer repräsentativen Umfrage unter insgesamt 5350 Marketingleitern großer Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest, dass diese Marketingmethode für die ältere Zielgruppe über 50 Jahre nicht eingesetzt wird. Mobile-Marketing-Aktivitäten konzentrieren sich der Umfrage nach vor allem auf die Zielgruppe der Zehn- bis 29-Jährigen.
Die Proximity- Studie ergab, dass 74 Prozent der 350 Unternehmen, die bereits mit Mobile Marketing arbeiten, ihre Ziele mit dieser Methode erreicht oder übertroffen haben. Gleichzeitig zeichnete sich ab, dass die Erwartungen der restlichen 5000 Unternehmen in diese Werbeform zu hoch gesteckt sind, da der ausschließliche Einsatz von Mobile Marketing weniger erfolgreich ist, als angenommen. „Die Studie belegt, dass auch innovative Kanäle wie Mobile Marketing nicht per se zur Erfolgsstory werden. Die Kombination von Kanälen spielt eine entscheidende Rolle“, kommentiert Martin Nitsche, CEO von Proximity Germany. Hier seien klassische Mailings die beste Ergänzung, ergab die Studie.

Der MagicReminder der Firma BlueBlitz weist Kunden beim Einkauf per
SMS auf dem Handy auf aktuelle Sonderangebote hin.
Foto: Vodafone
Um der Angst vor Spam, den Verlust der Privatsphäre und dem Missbrauch von Kundendaten über das Handy vorzubeugen, können sich werbewillige Unternehmen an einfache Spielregeln halten, empfehlen die Forscher der Arbeitsgruppe Mobile Commerce. „Wer Kunden mobil bewerben möchte, sollte drei Dinge beachten“, erklärt Dietmar Wiedemann: „Erstens Permission: Der Kunde muss seine Erlaubnis zum Empfang der Werbebotschaften gegeben haben; zweitens individuelle Relevanz: Die Informationen müssen für den Empfänger von Bedeutung sein; und drittens der Mehrwert: Dem Empfänger muss ein konkreter Zusatznutzen vermittelt werden.“ (bk)
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www.blueblitz.de