Bezirksregierung Köln startet neues Messverfahren mit Hilfe von ESA-Satelliten und Copernicus

Bild: dlr

Bild: dlr

Für ein neues satellitengestütztes Messverfahren für Bodenbewegungskataster in Nordrhein-Westfalen hat die Bezirksregierung Köln am 2. Juni gemeinsam mit der TU Clausthal den ersten von insgesamt drei Radarreflektoren auf dem Gelände der Kläranlage der Stadt Vreden aufgestellt. Die Daten der Satelliten will die Kölner Bezirksregierung in ihrer Abteilung Geobasis NRW verarbeiten, um landesweit Höhenänderungen feststellen zu können. Die Aufgabe der Radarreflektoren ist es Messsignale so deutlich zum Satelliten zurücksenden, dass sie bei späteren Auswertungen als sogenannte Referenzpunkte genutzt werden können. Die Reflektoren wurden am Institut für Geotechnik und Markscheidewesen der Technische Universität Clausthal entwickelt. Weitere Referenzpunkte sollen in Mechernich (Eifel) und in Winterberg (Sauerland) errichtet werden. Die Entwicklung des Bodenbewegungskatasters in Nordrhein-Westfalen wird im Rahmen des Copernicus-Programms „Europas Auge im Weltall“ der Europäischen Weltraumorganisation ESA von der Deutschen Luft- und Raumfahrt (DLR) in einem Forschungsprojekt gefördert und von der TU Clausthal wissenschaftlich begleitet. Erst im April startete mit Sentinel-1B ein weiterer Satellit dieses Programm erfolgreich ins Weltall, der aus 700 km Höhe Radarmessungen zur Erdoberfläche durchführen soll.

www.dlr.de www.esa.int