Preisgekrönte Abschlussarbeit

Timo Schwarte hat im Rahmen seiner Bachelorarbeit ein kostengünstiges System zur Positionsbestimmung von landwirtschaftlichen Maschinen entwickelt.

Der RTK-GPS Empfänger ermöglicht eine Genauigkeit von zehn Zentimetern. Bild: FH Münster

Der RTK-GPS Empfänger ermöglicht eine Genauigkeit von zehn Zentimetern. Bild: FH Münster

In der modernen Landwirtschaft sind GPS-Systeme ein wichtiges Instrument, um Erträge zu steigern und die Umwelt zu entlasten, denn durch eine genaue Positionsbestimmung können landwirtschaftliche Maschinen beispielsweise Aussaat oder Düngemittel besonders präzise auf den Boden aufbringen. Bisher waren diese Systeme allerdings sehr kostspielig. Timo Schwarte, Student an der Fachhochschule Münster in Steinfurt, hat nun im Rahmen seiner Bachelorarbeit eine kostengünstige Alternative entwickelt, mit der sich die Position von landwirtschaftlichen Maschinen sogar zentimetergenau bestimmen lassen soll. Die Abschlussarbeit, die in enger Zusammenarbeit mit der Trilogik GmbH aus Emsdetten entstanden ist, erhielt jüngst den Preis für herausragende Studienabschlüsse vom Verband der Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE).

Schwarte hatte eine Empfängerplatine gebaut und dazu mehrere Feldversuche durchgeführt. Entstanden ist dabei ein sogenanntes Real Time Kinematic (RTK), beziehungsweise Echtzeitkinematik -GPS. Bei diesem Verfahren können Positionskoordinaten simultan mittels GNSS-Satellitensignalen mit geodätischen Empfängern sehr präzise bestimmt werden. „Die Lokalisationsdaten sind dabei viel genauer als bei herkömmlichen GPS“, erklärt Timo Schwarte. „Das ist neu. Es gibt zwar bereits hervorragende Systeme auf dem Markt, diese sind aber deutlich teurer.“ Betreut wurde die Arbeit von Professor Christian Störte vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik auf dem Steinfurter Campus der Fachhochschule Münster. „Die Entwicklung reicht an professionelle Systeme heran, deshalb ist das Ergebnis eine richtig gute Leistung für eine Bachelorarbeit“, lobt Professor Störte. Das Ergebnis der Arbeit will Trilogik in einem neuen Produkt verwerten. „Wir erhoffen uns so einen signifikanten technologischen Vorsprung auf diesem Gebiet“, so Geschäftsführer Frederik Grote.

www.trilogik.de
www.fh-muenster.de