MARSAT – Hilfe aus dem All für die maritime Welt

Meeresboden in der Norddeutschen Bucht. Bild: EOMAP 2016

Meeresboden in der Norddeutschen Bucht. Bild: EOMAP 2016

Ein neues Firmennetzwerk sorgt zukünftig für mehr Sicherheit und geringere Kosten beim Schiffsverkehr: Im Projekt MARSAT arbeiten fünf privatwirtschaftliche Unternehmen und eine Forschungseinrichtung eng zusammen, um mit Hilfe von Satellitendaten neue Dienste für die maritime Wirtschaft zu entwickeln. Dazu zählen etwa die Optimierung von Schiffsrouten, tagesaktuelle Eisdienste, oder Seeboden-Kartierungen. Neben der Schifffahrt soll auch die Offshore-Industrie von den neuen Services profitieren, ebenso wie Notfall- und Bergungsdienste. “Die neueste Generation von Erdbeobachtungssatelliten, wie etwa die Sentinels des europäischen Copernicus-Programms, ermöglichen hochpräzise Aufnahmen mit einer hohen zeitlichen Frequenz”, erläutert Dr. Michael Nyenhuis, Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement. “So können Umweltveränderungen und Schiffspositionen aktuell und genau erfasst werden.”Dies ermöglicht es MARSAT, neue Nahe-Echtzeitdienste, etwa für die Planung von Schiffsrouten in der Polarregion, zu entwickeln.

Zu den Satelliten, auf welche die MARSAT-Dienste zukünftig zurückgreifen werden gehören optische Systeme, wie Sentinel-2, Sentinel-3 oder Landsat-8, sowie Radarsysteme wie Sentinel-1, die auch bei Nacht und starker Bewölkung arbeiten können. Kommerzielle Satelliten mit den räumlich höchstauflösenden Sensoren GeoEye-1, WorldView-1 bis -4 oder Radar-Daten von TerraSAR-X und TanDEM-X werden ebenso genutzt.

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