Geoinformatik für die Praxis

KTS fördert Projekt zum Aufbau des Heidelberg Institute for Geoinformation Technology

Gewinnung aktueller Geoinformationen aus Satellitenbildern. Bild: A. Zipf

Gewinnung aktueller Geoinformationen aus Satellitenbildern.
Bild: A. Zipf

Im Juli beginnt ein neues großes Projekt der Klaus Tschira Stiftung (KTS) an der Universität Heidelberg: Mit über 3 Millionen Euro fördert die Stiftung, die 1995 vom Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira ins Leben gerufen wurde, den Aufbau des Heidelberg Institute for Geoinformation Technology am Geographischen Institut der Universität, kurz HeiGIT genannt. Mit dem neuen Projekt soll Wissen und Technologie aus der Geoinformatik-Grundlagenforschung in die Praxis gelangen. Dabei wird sich das Team vor allem drei Themenbereichen widmen: „Ortsbezogene Dienste“, zu denen beispielsweise Routenplaner wie OpenRouteService. org gehören, „Big Spatial Data Analysis“, also die Analyse von großen Datenmengen, die zum beispiel Auskunft über Verkehrsströme in einer bestimmten Region geben kann, und „Geoinformation für humanitäre Hilfe“.

Das Team um Projektleiter Prof. Alexander Zipf hat sich bereits durch die Realisierung von freien Routing- und Navigationsdiensten einen Namen gemacht. Auch in Katastrophenfällen halfen Geoinformatiker aus Heidelberg bereits mehrfach mit ihrem Know- How, indem sie beispielsweise geographische Daten aus unterschiedlichsten Quellen – von OpenStreetMap bis zu Twitter, Flickr oder Instagramm – auswerteten. Neueste Methoden zur Gewinnung und Verarbeitung von Geodaten aus sehr großen und heterogenen Datenquellen für unterschiedliche Einsatzbereich sollen einen künftigen Forschungsschwerpunkt des HeiGIT bilden.

www.klaus-tschira-stiftung.de