Satellitentechnik in Dosenform

Schüler nehmen noch letzte Änderungen an ihren CanSats vor, bevor die Rakete ihre Dosensatelliten dann bis zu 1.000 Meter in den Himmel trägt. Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Schüler nehmen noch letzte Änderungen an ihren CanSats vor, bevor die Rakete ihre Dosensatelliten dann bis zu 1.000 Meter in den Himmel trägt. Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Die Schülerinnen des URSinvestigators-Teams des Erzbischöflichen Ursulinengymnasiums in Köln haben einen CanSat entwickelt, der Wasser in der Luft messen soll, mit der Idee, damit in Zukunft mögliches Leben auf anderen Planeten aufspüren zu können. Der Minisatellit geht im Rahmen des dritten CanSat Wettbewerbs an den Start, der am 28. September auf dem Flugplatz Rotenburg an der Wümme stattfindet. Insgesamt 46 Schülerinnen und Schüler in zehn Teams lassen dabei ihre selbst entwickelten Minisatelliten gegeneinander antreten. Die sogenannten CanSats sind rund 350 Gramm leicht und damit in etwa so groß wie eine handelsübliche Getränkedose. Von einer Rakete werden diese Dosensatelliten auf einen suborbitalen Flug in bis zu 1.000 Meter Höhe geschickt. Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist die Erfülung von zwei Missionen: Als Pflichtprogramm müssen die Teams ein Höhenprofil von Temperatur und Luftdruck messen und an eine Bodenstation senden. Als Kür soll jeder CanSat noch eine weitere Aufgabe verfolgen – welche, liegt in der Hand der Teams. Ziel ist, möglichst komplexe Missionsideen in dem begrenzten Raum einer Getränkedose unterzubringen. Ob alle Missionsziele erfüllt werden konnten, wird sich zeigen, wenn die CanSats mit einer Rakete auf eine Höhe von bis zu 1.000 Metern geschossen und dann an einem Fallschirm möglichst heil zurück zur Erde gleiten. Dabei starten jeweils zwei Dosensatelliten gemeinsam in einer Rakete. Nach fünf Flügen sind alle Teams durch. Nach der Präsentation der Ergebnisse muss die Jury dann entscheiden, wer der neue deutsche Meister geworden ist.

Unterstützt werden die jungen Nachwuchswissenschaftler und -ingenieure dabei vom unter anderem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem DLR_School_Lab Bremen, der Europäische Weltraumorganisation (ESA), dem Raumfahrtmanagement sowie mit dem Institut für Raumfahrtsysteme, dem Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen und von den Bremer Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space & Airbus Safran Launchers.

www.dlr.de