Scans in luftiger Höhe

Zoller und Fröhlich stellt sein aktuelles Produktportfolio für die Laservermessung vor, das bereits bei dem Studienprojekt 3Dom zum Einsatz kam.

Der Kölner Dom wurde mit dem Z+F IMAGER 5010x komplett in 3D vermessen. Dafür wurden 220 Scans benötigt.

Der Kölner Dom wurde mit dem Z+F IMAGER 5010x komplett in 3D vermessen. Dafür wurden 220 Scans benötigt. Bilder: pixelio / Ich-und-Du / Zoller+Fröhlich

Das Allgäuer Elektotechnikunternehmen Zoller+Fröhlich, Pionier auf dem Gebiet von 3D Laserscannern, zeigt auf der INTERGEO sein aktuelles Produktportfolio für Lasermesstechnik und dabei vor allem die neuen Wege der Datenprozessierung, die sich mit den neuen Geräten umsetzen lassen. Wie dies funktioniert, lässt sich an der Vermessung des Kölner Doms feststellen, die im letzten Jahr mit dem Z+F IMAGER 5010C und Z+F IMAGER 5010X durchgeführt wurde. Dort wurde gezeigt, wie der im letzten Jahr vorgestellte Blue Workflow in der Praxis funktioniert, bei dem die Registrierung der einzelnen Aufnahmen zu einer Punktwolke ohne Targets automatisch geschieht. Das Studienprojekt 3Dom wurden von der Heriot-Watt University in Edinburgh und dem Fresenius Institut in Köln ins Leben gerufen. Unterstützt wurde das Projekt von der Stadt Köln, der Dombauhütte und von Zoller+Fröhlich, die das 3D Vermessungsequipment stellten.

Die Vermessung eines so großen wie komplexen Gebäudes wie dem über 157 Meter hohen Dom stellte allerdings eine große Herausforderung für das Projektteam dar. Um die vielen verzierte Säulen, Ornamente, Türme und Statuen des Doms möglichst genau und in möglichst kurzer Zeit vermessen zu können, brauchte es ein hochgenaues Messgerät, das ausreichend Messpunkte in vielen Scanpositionen auch in luftiger Höhe generieren kann. Deshalb griff das Projektteam auf die 3D-Laserscanner Z+F IMAGER 5010C und Z+F IMAGER 5010X von Zoller+Fröhlich zurück. Letzterer gehört zur neuen Generation des Unternehmens und ist in der Lage, bei einer Messgenauigkeit im Submillimeterbereich eine Millionen Punkte pro Sekunde auf eine maximale Distanz von 187 Metern zu messen. Für die automatische Registrierung innerhalb des Blue Workflows ermittelt der Scanner über Sensoren seine eigene Position und übermittelt diese mit den Scandaten an die Scanner-Software Z+F LaserControl Scout. Die einzelnen Scanpositionen werden genutzt, um die einzelnen Scans zu einer Punktwolke zusammenzufügen (Cloud-to-cloud-Registrierung). Dabei werden keine der ehemals benötigten Targets verwendet. Sollte durch Lücken ein weiterer Scan nötig sein, ließ sich der Z+F IMAGER® 5010X auf die fehlende Scanposition platzieren.

Dieser Blue Workflow ermöglichte es dem Team am Kölner Dom, die 660 Scans in 20 Tagen effektiv aufzunehmen zu können, ohne die Targets einmessen zu müssen, und sparte zudem Zeit bei der späteren Registrierung.

Zoller+Fröhlich, Halle A4, D4.001