Europäisches Satellitennavigationssystem hat erste Dienste gestartet

Das europäische Satellitennavigationssystem GALILEO hat letzte Woche Donnerstag seine ersten Dienste gestartet. Seitdem sendet GALILEO Signale, die frei empfangen werden können. Zu den ersten Diensten von GALILEO gehören der Offene Dienst, der mobile Positionsbestimmung, zum Beispiel mit dem Smartphone (frei verfügbar) beinhaltet, der Such- und Rettungsdienst (Beitrag zum internationalen COSPAS SARSAT System für Hilferufe z. B. für die Seenotrettung) sowie der Öffentlich-regulierter Dienst (PRS), der ein verschlüsseltes Signal für autorisierte Nutzer wie Polizei und Feuerwehr bereitstellt.

GALILEO ist das globale Satellitennavigationssystem der Europäischen Union – vergleichbar mit dem amerikanischen Satellitendienst GPS. Das Projekt befindet sich seit 2007 im Aufbau. Derzeit sind 18 Satelliten in ihren Umlaufbahnen. Bis 2020 soll die Zahl der Satelliten auf rund 30 steigen. Das GALILEO-System wird unter anderem vom Bodenkontrollzentrum im bayerischen Oberpfaffenhofen gesteuert. Deutschland ist auch der größte Geldgeber für das Projekt: Von den insgesamt mehr als 7 Milliarden Euro, die zwischen 2014 und 2020 in das europäische Satellitennavigationssystem investiert werden, übernimmt Deutschland rund 20 Prozent.

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