Wissenschaftler der Jade Hochschule entwickeln autonome Unterwasserfahrzeuge

Abstraktes Komunikations- und Aufgabenszenario bei Unterwasseroperationen. Bild: Jade HS

Abstraktes Komunikations- und Aufgabenszenario bei Unterwasseroperationen. Bild: Jade HS

Eine Nachhaltige Nutzung des Meeres als Wirtschaftraum erfordert gute Kenntnisse dieses Raums. Diese möchten Wissenschaftler der Jade Hochschule in dem aktuellen Forschungsprojekt „Entwicklung innovativer Technologien für autonome maritime Systeme“ (EITAMS) jetzt zugänglich machen. Kleine selbstständige Fahrzeuge, die sich unter Wasser fortbewegen, mit Messsonden ausgestattet sind und miteinander kooperieren, sollen unter Wasser Daten sammeln, die von einer schwimmenden Plattform an Satelliten weiterleitet werden.

Fünf Fachbereiche der Jade Hochschule mit unterschiedlichen Spezialgebieten bearbeiten fünf Teilbereiche des Groß-Projektes: Um in unbekannten oder schwer zugänglichen Gebieten operieren zu können, wird unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Wallhoff eine intelligente Steuersoftware für Über- und Unterwasserfahrzeuge entwickelt. Für die Ausführung von räumlich ausgedehnten Messungen werden unter der Leitung von Prof. Dr. Lars Nolle intelligente Suchstrategien für die kooperierenden Unterwasserfahrzeuge entwickelt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Luhmann wird ein photogrammetrisches Kamerasystem zur dreidimensionalen Erfassung von Objekten unter Wasser geschaffen. Da die Fahrzeuge nicht immer online sind und häufig nur kleine Datenmengen austauschen können, wird unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Brinkhoff eine verteilte Speicher- und Anfragearchitektur entwickelt. Darüber hinaus wird unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Korte ein Überwasserfahrzeug realisiert. Es dient als Ortungsreferenz für die Unterwasserfahrzeuge, als Zwischenspeicher und als Kommunikationsknoten. Zudem transportiert es die zusätzliche Technik für die Unterwasserfahrzeuge.

Das Forschungsprojekt EITAMS wird von der Niedersächsischen Volkswagen Stiftung über vier Jahre mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert.

www.jade-hs.de