OHB startet erfolgreich in den geostationären Orbit

SmallGEO-Satellit H36W-1: Die Umwelt-Testkampagne in Ottobrunn umfasste auch den so genannten 'Antenna Range Test'  (c) 2017 OHB System AG

SmallGEO-Satellit H36W-1: Die Umwelt-Testkampagne in Ottobrunn umfasste auch den so genannten ‘Antenna Range Test’
(c) 2017 OHB System AG

Der Telekommunikationssatellit H36W-1 des Raumfahrtunternehmens OHB System AG ist seit gestern Morgen auf dem Weg in seinen 36.000 Kilometer entfernten Zielorbit. Eine russische Sojus-Trägerrakete startete planmäßig um 2.03 Uhr MEZ vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana. Rund eine halbe Stunde später setzte die Rakete den 3,2 Tonnen schweren Satelliten in seinem geostationären Transferorbit aus. Erste “Lebenszeichen” des Satelliten wurden bereits nach knapp einer Stunde über die Bodenstationen Kumsan, Südkorea, und Uralla, Australien, im Satellitenkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen empfangen. In zwölf Tagen erreicht H36W-1 seine geostationäre Testposition, in der er gut fünf Wochen kalibriert und in Betrieb genommen wird. Nach weiteren neun Tagen Reisezeit erreicht der Satellit dann seine endgültige Position über dem 36. westlichen Längengrad, von wo er über 15 Jahre die flexible Breitbandversorgung der Iberischen Halbinsel, der Kanarischen Inseln und von Südamerika für den spanischen Betreiber HISPASAT übernehmen soll.

Der erfolgreiche Start des ersten Satelliten der SmallGEO-Produktlinie ist für OHB ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Erstmals nach über 20 Jahren konnte mit SmallGEO wieder ein Telekommunikationssatellit in Deutschland entwickelt, integriert und getestet werden.

www.ohb-system.de