Renault und CNRS: Forschungslabors für autonomes Fahren

Am 3. März 2017 wurde das neue gemeinsame Forschungslabor SIVALab (Labor für integrierte Systeme für autonome Fahrzeuge) des Labors Heudiasyc und des französischen Automobilherstellers Renault im Beisein von Xavier Bertrand, Präsident des Regionalrats der Region Hauts-de-France, und Vertretern des CNRS, der UTC und Renault eingeweiht. Die Partnerschaft ist zunächst auf vier Jahre angelegt.

Das Forschungslabor Heudiasyc (Heuristik und Diagnostik komplexer Systeme) ist eine fakultätsübergreifende Forschergruppe des französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und der Technischen Universität Compiègne (UTC). Das Schwerpunktthema des Labors soll die Prüfung der Zuverlässigkeit und der Präzision der Positionsbestimmungs- und Wahrnehmungssysteme zur Navigation autonomer Fahrzeuge werden. Die analysierten Daten sollen nicht nur über die Sensoren des Fahrzeugs selbst, sondern auch über vorinstallierte Navigationskarten sowie über Informationen anderer Verkehrsteilnehmer und infrastrukturelle Daten wie etwa von Ampeln und intelligenten Fahrbahnbelägen erfasst werden. Durch eine Verarbeitung dieser Daten aus unterschiedlichen Datenquellen, anstatt wie bislang nur von Daten der Sensoren, soll die Positionsbestimmung des Fahrzeugs verbessert werden können. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit des SIVALab wird sich nach offiziellen Angaben auf die Renault ZOE-basierten Plattformen von Heudiasyc stützen. Diese Plattformen werden im Rahmen der Exzellenzausrüstung Robotex und mit der Unterstützung der Region Hauts-de-France und dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Tests sind in Partnerschaft mit den lokalen Gebietskörperschaften auf den Straßen des Compiègner Großraums (nördlich von Paris) geplant.

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