DLR vertieft Kooperation mit Japanischen Partnern in der Luftfahrtforschung

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in den Bereichen Elektrisches Fliegen, Luftverkehrsmanagement und Reduzierung des Überschallknalls eine engere Zusammenarbeit mit Japanischen Partnern vereinbart. Zwei Abkommen erweitern die Kooperation des DLR mit der Japanischen Einrichtung für Luft- und Raumfahrtforschung JAXA (Japanese Aerspace Exploration Agency). Dazu wurde die bestehende Zusammenarbeit um einen Kooperationsvertrag mit der Japanischen Forschungseinrichtung ENRI (Electronic Navigation Research Institute) ergänzt. Die Abkommen unterzeichnete Prof. Henke auf einer Japanreise Ende März. Mittlerweile forscht das DLR in mehr als 50 bestehenden Kooperationsprojekten mit Japanischen Partnern. Zudem besteht seit 2016 eine strategische Partnerschaft zwischen DLR und JAXA.

Im nun unterzeichneten gemeinsamen Abkommen haben DLR und JAXA vereinbart, zukünftig eng im Bereich des Elektrischen Fliegens mit kleinen Flugzeugen, insbesondere zu den Aspekten Sicherheit und Zertifizierung unter Verwendung von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen zusammenzuarbeiten. Dabei sollen auch hybride Konzepte mit mehreren Antriebstechnologien betrachtet werden. Eine Kooperationsvereinbarung zur zukünftigen Zusammenarbeit im Forschungsbereich Luftverkehrsmanagement hat das DLR gemeinsam mit der Japanischen Forschungseinrichtung ENRI unterzeichnet. Gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen Luftverkehrsmanagement am Boden und in der Luft, Kommunikation und Navigation sowie Einflüsse des Wetters auf den Luftverkehr sollen in Form von projektbezogenen Kooperationsvereinbarungen konkretisiert werden. Ein trilaterales Abkommen zwischen dem DLR, der japanischen JAXA und der französischen Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt ONERA wurde im Bereich der Erforschung des Überschallknalls geschlossen. In der Kooperation soll untersucht werden, wie mit einer ausgefeilten Formgebung der Überschallknall möglichst schwach ausfällt ohne aerodynamische Einbußen zu verursachen und welche operativen Einsatzmöglichkeiten für zivile Überschallflugzeuge sich daraus ergeben.

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