AKG zeigt neue VESTRA INFRAVISION – Interoperabilität im BIM-Zeitalter

Auf der letzten Intergeo in Hamburg hatte AKG Software GmbH bereits die neue Softwaregeneration VESTRA INFRAVISION angekündigt. Auf der diesjährigen Messe in Berlin ist es nun soweit.

„Wir werden die Software erstmals dem Fachpublikum vorstellen“, sagt Jens Günther, Geschäftsführer von AKG. VESTRA INFRAVISION ist eine Multi-CAD-Lösung, mit der interdisziplinär auf mehreren CAD-Plattformen gearbeitet werden kann. Anwender können den eigenen CAD-Kern von INFRAVISION nutzen oder die Software im Zusammenspiel mit AutoCAD, AutoCAD Civil 3D, AutoCAD Map 3D oder BricsCAD verwenden. Für VESTRA INFRAVISION sind aktuell bereits die Fach-Apps Plan, Straße, Bahn, Vermessung, Grunderwerb und DGM verfügbar. Die Fach-Apps lassen sich entsprechend den spezifischen Anforderungen um weitere Apps ergänzen, zum Beispiel Kanal und Bauabrechnung.

Tiefbauplanung in VESTRA INFRAVISION: Die Entwicklung stand ganz im Zeichen von BIM. Foto: AKG Software GmbH

Tiefbauplanung in VESTRA INFRAVISION: Die Entwicklung stand ganz im Zeichen von BIM. Foto: AKG Software GmbH

Die Neuentwicklung geschah vor dem Hintergrund der Anwendung von Building Information Modeling (BIM). Dies wurde zwar in der Vergangenheit vorwiegend mit dem Hochbau in Verbindung gebracht, aber gerade in der jüngsten Vergangenheit konnte AKG Software starke Impulse aus dem Bereich des Tiefbaus und der Infrastruktur feststellen. Als Hersteller von CAD-Software (VESTRA) für Infrastrukturprojekte beschäftigt sich AKG Software bereits seit vielen Jahren mit der Thematik BIM im Tiefbau. „Durch die langjährige Mitarbeit in Fachgremien und die enge Zusammenarbeit mit dem Partner Autodesk haben wir viel Know-how aufgebaut, um in VESTRA die für den BIM-Workflow notwendigen Funktionalitäten zu entwickeln und dem Nutzer zur Verfügung zu stellen“, sagt Geschäftsführer Jens Günther. Einerseits ging es dabei um die Erstellung von BIM-Fachmodellen und die Zuweisung notwendiger Informationen (Attribute) innerhalb dieser Modelle. Andererseits hat das Unternehmen dafür gesorgt, dass die so erstellten BIM-Modelle innerhalb eines definierten Datenraumes ausgetauscht und weiterverarbeitet werden können.

Das Thema Interoperabilität nahm also einen wichtigen Punkt auf der strategischen Entwicklungsagenda ein. Für die Realisierung der BIM-Methode müssen Arbeitsabläufe nämlich angepasst werden, bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb eines Infrastrukturprojekts oder Bauwerks kommen aber in der Regel unterschiedliche Softwarelösungen zum Einsatz. „Für die Anwendung der BIM-Methode ist demnach die Software-Interoperabilität von besonderer Bedeutung“, resümiert Günther. Denn um einen Datenaustausch überhaupt zu ermöglichen, müssen Objekte mit entsprechenden Informationen ausgestattet sein. Als nächster Schritt sorgt ein in der Software implementiertes Datenaustauschformat dafür, dass die Objekte und Informationen gemäß der BIM-Methode übertragen werden. AKG Software unterstützt daher offene Datenformate. In diesem Fall den im Bereich der Gebäude seit vielen Jahren etablierten Industry Foundation Classes (IFC)-Standard. Dieser wird im Bereich Straße mit IFC Road und Bahn mit IFC Rail gerade weiterentwickelt und benötigt noch einige Abstimmungen. Diese Abstimmungen werden von buildingSMART realisiert. AKG Software ist Mitglied im buildingSMART e. V. und arbeitet aktiv an der Definition des IFC Rail- und IFC Road-Standards mit.

Der Datenaustausch über CPIXML erfolgt für den 5D-Prozess im Verkehrswegebau in der Kalkulationsphase, der Bauausführung oder Abrechnung, um die BIM-Daten von VESTRA INFRAVISION zum Beispiel nach iTWO zu übertragen. Ein Transfer von Trassierungsdaten von VESTRA nach Autodesk Revit für die Brückenmodellierung ist ebenfalls möglich. VESTRA INFRAVISION kann somit 3D-Objekte mit allen Informationen für die 5D-Bearbeitung (3D + Zeit + Kosten) generieren und in diese Systeme übergeben.

Als 3D-Objekte können Trassenkörper, 3D-Punkte, 3D-Flächen, 3D-Linien, Oberflächen (DGM) und Volumenberechnungen aus DGM übertragen werden. Beim Export aus VESTRA INFRAVISION werden die 5D-Objekte aus dem VESTRA-Projekt automatisch gebildet. Der Anwender muss keine Einstellungen vornehmen, da VESTRA INFRAVISION die gesamten Daten vorhält. So wird zum Beispiel der Trassenkörper beim Export automatisch aus den VESTRA-Querprofilen erstellt und mit weiteren Informationen versehen, wie etwa Bedeutung (Horizontname etwa bei Frostschutz oder Erdabtrag), Fachbedeutungsschlüssel, Volumen oder Oberflächen aus der Querprofilberechnung oder Herkunft.

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