Deutsch-österreichisches Forscherteam erhält Hanskarl-Goettling Preis

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Infrarotaufnahme (CIR) der LWF und der umliegenden Wälder. Foto: LWF

Adelheid Wallner (LWF) und ihr österreichischer Kooperationspartner Dr. Markus Immitzer von der Universität für Bodenkultur, Wien (BOKU) haben am Montag in Freising den Hanskarl-Goettling Preis für Verdienste um die forstliche Fernerkundung erhalten. Das deutsch-österreichische Projektteam entwickelte ein praxisreifes Verfahren, das die Satellitendaten erfasst und für die Forstpraxis aufbereitet.

In jahrelanger Arbeit hat das Team mit einer Reihe von Projekten das Nutzungspotential von Satellitendaten für die forstliche Betriebsplanung und das forstliche Katastrophenmanagement untersucht und bestätigt. Sie konnten unter anderem nachweisen, dass die Verknüpfung von Stereo-Satellitendaten aus dem All mit Stichprobendaten aus der terrestrischen Waldinventur wichtige forstwirtschaftliche Parameter wie Höhe, Lückigkeit und Holzvorrat von Wäldern korrekt abbildet. Auch die Erstellung einer bayernweiten Verbreitungskarte für Fichte und Kiefer auf Fernerkundungsbasis war eines der Projektziele. Diese liefert die Grundlage für Entscheidungsprozesse im klimawandelbedingten Waldumbau und ist die unverzichtbare Basis von Klimarisikobetrachtungen dieser Hauptbaumarten in Bayern.

Hanskarl Goettling war von 1973 bis 1985 Leiter der Bayerischen Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt, der Vorläuferin der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising-Weihenstephan. Die nach ihm benannte Stiftung zeichnet seit 1988 alljährlich besondere praxisorientierte Leistungen in der angewandten forstlichen Forschung aus. Aufgabe der forstlichen Forschung ist, Erkenntnisse und Strategien zu erarbeiten, um den Erhalt und die Begründung multifunktionaler, stabiler und ertragreicher Wälder für die Zukunft zu sichern.

www.lwf.bayern.de